Berlin : Netz aus Pflegeprofis und Helfern

Foto: promo
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„Wenn die Familie als größter Pflegedienst der Nation entfällt, kann die entstehende Lücke nicht allein durch berufliche Pflege gefüllt werden. Das reicht niemals. In wenigen Jahren droht ein ernster Mangel an professionellen Schwestern und Pflegern, auch wenn sich die Lage hinsichtlich der Arbeitsbedingungen in der Branche deutlich verbessern sollte. Es gilt, immer mehr professionelles Wissen anzuwenden, die Zahl der Pflegeprofis wird nicht ausreichen. Und weil wir älter werden, gibt es mehr chronische Krankheiten, die von der Medizin nicht geheilt werden können. Diese Menschen können aber gut gepflegt werden, wenn sich einiges ändert. Die Pflege braucht einen höheren Stellenwert im Gesundheitssystem. Fachleute sollten hauptberuflich die Gesamtversorgung steuern und die Qualität der Pflege verantworten – und diese Profis müssen Helfer unterschiedlicher Qualifikation und verschiedene Ehrenamtliche anleiten. Am sinnvollsten ist es, wenn die Politik durch finanzielle Förderung dafür sorgt, dass ein Netzwerk aus Nachbarschaftshilfe und kommunalen Angeboten entsteht.“hah

Anja Kistler

ist Diplom-Pflegewirtin und ausgebildete Krankenpflegerin. Sie arbeitet als Geschäftsführerin des Berufsverbandes für Pflegeberufe DBfK für die Region Nordost

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