Neue Broschüre der BVG : Barrierefrei durch die Stadt - und durch das PDF

Die BVG veröffentlichen eine neue Broschüre in leichter Sprache, die Menschen mit Behinderung helfen soll, durch Berlin zu kommen. Auch die Online-Version ist barrierefrei.

Annika Möller
Bitte vorne warten! Rollstuhlfahrer, die mit der U-Bahn unterwegs sind und eine Rampe brauchen, sollten in der Nähe des Fahrers warten.
Bitte vorne warten! Rollstuhlfahrer, die mit der U-Bahn unterwegs sind und eine Rampe brauchen, sollten in der Nähe des Fahrers...Foto: imago/Rolf Zöllner

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben die Broschüre zum Thema "Barrierefrei durch Berlin" für das Jahr 2016 aktualisiert. Der Flyer informiert Menschen mit Behinderung, wie sie alle Berliner Verkehrsmittel nutzen können. Er ist in „einfacher Sprache“ verfasst und auch das PDF ist barrierefrei, sodass auch Blinde und Sehbehinderte leichter darauf zugreifen können. Und da diese Hinweise auch wichtig für Touristen sind, gibt es den Flyer ebenfalls auf Englisch.

In der Übersicht werden Menschen mit sichtbaren und nicht sichtbaren Behinderungen angesprochen. So erhalten Rollstuhlfahrer Informationen darüber, wie sie mit den unterschiedlichen Verkehrsmitteln gut durch die Stadt kommen. Die BVG weist zum Beispiel darauf hin, dass es besser ist, bei den U-Bahnen vorne beim Fahrer einzusteigen, falls man eine Rampe benötigt. Eine Rampe ist auf allen barrierefreien Bahnhöfen am Anfang des Bahnsteiges anzufinden. Der Flyer zeigt auch das S-und U-Bahn-Liniennetz mit der Kennzeichnung von Aufzügen und Rampen. Menschen mit einer Sehbehinderung erhalten Hinweise über die allgemeine Ausstattung der Bahnhöfe wie beispielsweise über Blindenleitsysteme. Auch die Kommunikationshinweise, wie zum Beispiel die Ansagen an den Bahnhöfen, werden erklärt.

Personen, die im Alltag auf einen Rollator angewiesen sind, bekommen in dem Flyer ebenfalls hilfreiche Tipps, wie sie sicher mit dem Hilfsmittel in und aus dem Bus kommen. Die BVG bietet über das Jahr verteilt auch Mobilitätstrainings für Bus und Straßenbahn an, bei denen unsichere Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung Tipps zur Benutzung dieser Verkehrsmittel gegeben wird. Die Termine dafür stehen ebenfalls in der Broschüre - der nächste ist am 28. April in Lichtenberg.

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