• Neue Heimat für Berlinische Galerie Senat verhandelt mit Eigentümern des alten Glaslagers / Einzug 2004

Berlin : Neue Heimat für Berlinische Galerie Senat verhandelt mit Eigentümern des alten Glaslagers / Einzug 2004

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Nach jahrelanger Obdachlosigkeit erhält die Berlinische Galerie wieder ein Domizil, und zwar im einstigen Glaslager Alte Jakobstraße 124 – 128 in Kreuzberg. Der Senat beauftragte am Dienstag Kultursenator Thomas Flierl (PDS) mit den Vertragsverhandlungen mit dem Eigentümer des Grundstücks, der DIBAG Industriebau AG. Flierl rechnet mit dem Einzug 2004. Der Senat entschied sich damit gegen den Standort auf dem von Bausenator Peter Strieder favorisierten Gelände des Viktoria-Quartiers an der Methfesselstraße, Kreuzberg. Die 1975 auf Privatinitiative gegründete Berlinische Galerie, deren Kunstschätze der Moderne seit etwa 1890 einen Wert von 500 Millionen Euro haben, zog 1986 von der Jebensstraße am Bahnhof Zoo in den Gropiusbau um, musste ihn aber 1997 räumen und verlor ihre Bleibe. 1999 entschied sich der Senat für das Viktoria-Quartier. Als dessen Entwicklungsträger 2001 Insolvenz anmeldete, waren bereits rund zwölf Millionen Euro verbaut. Der Senat setzte jedoch den Bürgschaftsfall durch. Er kassierte 16,4 Millionen Euro, für die nun das neue Domizil hergerichtet wird. Weitere Landesmittel gebe es nicht, sagte Flierl. Ausschlaggebend für den Standort war unter anderem die Nähe zum Jüdischen Museum in der Lindenstraße, die dessen Direktor Eric Blumenthal ins Feld führte. Flierl äußerte sich erleichtert. Er sprach von einer „herausragenden kulturpolitischen Weichenstellung“ des Senats. Mit der Klärung der Standort- und Finanzierungsfrage sei der Durchbruch gelungen. gru

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