Berlin : Neue Hochschulverträge: Unis stimmen nur unwillig zu

Trotz massiver Finanzeinschnitte stimmen die drei Berliner Universitäten den neuen Hochschulverträgen mit dem Land Berlin zu. Dies kündigten die Präsidenten der Freien, der Humboldt- und der Technischen Universität am Freitag an. "Voller Empörung" kritisierten sie dabei "eine in der Berliner Politik seit Jahren bestehende Ignoranz gegenüber der Wissenschaft". In den letzten Wochen habe die Politik "einen Scherbenhaufen" angerichtet.

Die neuen Kürzungen von 145 Millionen Mark bei der Hochschulmedizin seien nur durch Leistungsverluste machbar, erläuterte FU-Präsident Peter Gaehtgens. Berlins Hochschulmedizin wirbt nach Angaben der Unis inzwischen jährlich 150 Millionen Mark an Forschungsmitteln ein und finanziert damit direkt über 1500 Arbeitsplätze. Den Boombereich Biomedizin zu beschneiden, schade auch der Wirtschaft.

Mit den Verträgen wird die Finanzierung der Berliner Hochschulen in den Jahren 2003 bis 2005 geregelt. Insgesamt erhalten sie für drei Jahre 7,5 Milliarden Mark, davon 150 Millionen für die Neubesetzung von Professorenstellen. Pensions- und Tarifsteigerungen sind enthalten. Seit 1997 haben die Hochschulen bereits ein Drittel ihres Budgets eingebüßt haben. Sie fürchten nun um die Konkurrenzfähigkeit bei Neuberufungen von Wissenschaftlern.

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