Berlin : Neue Hoffnung für albanische Familie Härtefallkommission ist gegen Abschiebung

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Das Schicksal der albanischen Flüchtlingsfamilie Shigjeqi, die seit elf Jahren in Berlin lebt und der seit Jahresbeginn die Abschiebung droht, liegt jetzt in den Händen von Innensenator Ehrhart Körting (SPD). Die Härtefallkommission des Landes hat vergangene Woche über den Fall beraten und appellierte danach einstimmig an den Senator, die Familie aus humanitären Gründen nicht in den Kosovo abzuschieben. Nun will Körting nach Auskunft der Innenverwaltung „zeitnah“ entscheiden, ob die Shigjeqis in Berlin bleiben dürfen.

Die Familie war wie berichtet im Jahre 1994 im Bürgerkrieg vor den Übergriffen der serbischen Militärpolizei nach Deutschland geflüchtet. Vier der sechs Kinder sind in Berlin zur Welt gekommen, die größeren gehen hier zur Schule. Der Vater hat nach Angaben seiner Kinder wiederholt Firmen gefunden, die den Bäcker einstellen wollten – aber die Behörden hätten das abgelehnt.

Die Mutter leide unter traumatischen Kriegserinnerungen, trotzdem wolle auch sie Arbeit suchen. Im Januar sollte die Familie bereits abgeschoben werden, nachdem ihre Duldung bereits abgelaufen war. Die Abschiebung wurde dann noch einmal aufgeschoben, der Vater sitzt seitdem im Abschiebegewahrsam in Köpenick. Darunter leidet die ganze Familie, wie Eva Weber von der unabhängigen Forschungsgesellschaft Flucht und Migration berichtet, die mit dem Fall vertraut ist. Deshalb appellierte sie gestern an Senator Körting, im Sinne der Familie und des Appells der Härtefallkommission zu entscheiden.lvt

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