Neue Ideen bei der Fahrradschau : Wie Fahrräder sicherer gemacht werden

Fahrradfahren soll ein Gefühl von Freiheit bescheren. Wie aber kann man es gleichzeitig sicherer machen? Innovative Ideen zeigt die Fahrradschau, die heute in der Station Berlin startet.

Julia Bernewasser

Der Airbag für den Kopf

Entweder zerstören sie die Frisur oder sitzen unbequem: Dass Menschen nur ungern Helme tragen, haben zwei schwedische Studentinnen erkannt und den Airbag-Helm Hövding entwickelt. Das ist ein Kragen aus Nylonstoff samt Airbag und Gasgenerator. Bei einem Aufprall, nicht aber bei ruckartigen Bewegungen, bläst dieser den Airbag im Helm auf. Für das Produkt hat das Entwickler-Team Fahrradunfälle analysiert und Tests mit Stunt-Fahrern gemacht.

Eine Mischung aus Cap und Helm

Gefüttert, gestrickt oder als hippe Schirmmütze. Die Ribcap will Sicherheit und Ästhetik verbinden. Das gleichnamige Schweizer Unternehmen bringt Caps und Mützen mit integrierten Schutzpads heraus, die bei einem Aufprall abfedern sollen. Die Ribcap gibt es in verschiedenen Farben und lässt sich zusammenfalten. Der Hersteller weist aber darauf hin, dass die Cap nur vor Kratzern oder Schürfwunden schützt.

Das Smartbike

Telefonieren, Musik hören, die Herzfrequenz messen – und dabei noch sicher Fahrrad fahren. Mit einem System, das Ende Mai auf den Markt kommt, will das Unternehmen Cobi das Rad zu einem Smartbike machen. Das Smartphone wird dazu in eine Halterung am Fahrrad gelegt. Klingelt das Handy, blinkt eine Nachricht auf, soll der Radfahrer nicht mehr das Smartphone rausholen und darauf herumtippen müssen. Stattdessen gibt es einen Navigator am Lenkrad, über den per Daumen gesteuert wird. „Die Hände bleiben am Lenkrad“, betont Produktmanager Michael Zierlein. Über Sensoren erkennt das Fahrrad außerdem, wann der Fahrer bremst. Daraufhin schaltet sich automatisch das Rücklicht ein, um den Hintermann zu warnen.

Mehr Infos: www.berlinbicycleweek. com und www.berlinerfahrradschau.de

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