• Neue Landesvertretung soll bis zum Jahresende fertig sein - Am Mittwoch wurde Richtfest gefeiert

Berlin : Neue Landesvertretung soll bis zum Jahresende fertig sein - Am Mittwoch wurde Richtfest gefeiert

C. v. L.

Der Weg zum Saarland führt vom Potsdamer Platz in die Ebertstaße, dann in eine Sackgasse namens Tor 2 , die nur von Baufahrzeugen genutzt wird, und endet vor dem letzten der drei Rohbauten links.

Dort lugt schon die helle Natursteinfassade hinter den Gerüsten hervor, das Haus vermittelt bereits einen freundlichen Eindruck. Über seinem Innenhof wurde gestern vor Ministerpräsident Peter Müller und zahlreichen Ehrengästen, unter ihnen Bundesbau- und Verkehrsminister Reinhard Klimmt und der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen, die Richtkrone hochgezogen. Viele schauten sich vergeblich nach "Oskar" um. Klimmt hatte im vergangenen Juni als saarländischer Ministerpräsident den Grundstein für das 30-Millionen-Projekt der Saarbrücker Architekten Peter Alt und Thomas Britz gelegt. Ein "freundliches, offenes, transparentes Haus" werde entstehen, würdevoll zugleich, der Zukunft zugewandt. Klimmt streifte kurz die Vergangenheit; in der Nähe lag der "Führerbunker".

Ende des Jahres soll der Neubau fertig sein, grenzüberschreitend orientiert, wie Klimmts Nachfolger Peter Müller formulierte, offen auch für Freunde aus Lothringen und Luxemburg. "Das Saarland fasst Fuß in Berlin". Der Fuß steht auf dem Gelände der alten Ministergärten, direkt neben den Rohbauten der kombinierten Landesvertretungen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins sowie dem Haus von Rheinland-Pfalz, direkt auch am Gelände des geplanten Holocaust-Mahnmals. Peter Jacoby, der saarländische Minister für Finanzen und Bundesangelegenheiten, kündigte eine länderübergreifende Zusammenarbeit an. Die vier Hausnachbarn werden eine gemeinsame Energieversorgung haben und zusammen Tiefgaragen und Gärten nutzen.

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