Berlin : Neue Lust auf die Hauptschule

Vorbildliche Sprachprojekte vom Bundespräsidenten ausgezeichnet

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Erfolg wird an der WernerStephan-Oberschule sofort belohnt. An der Tempelhofer Hauptschule gibt es für Schüler, die schlecht Deutsch sprechen, drei altersgemischte Förderklassen. Wer das Lernziel der ersten geschafft hat, steigt auf – bis zum Abschluss in einer „normalen“ Klasse. Jetzt erhielt die Schule als Anerkennung für ihre Arbeit mit Migrantenkindern den Hauptschulpreis 2003, den die gemeinnützige Hertie-Stiftung und die Robert-Bosch-Stiftung verleihen.

Bundespräsident Johannes Rau übergab die Preise an 33 Hauptschulen im Schloss Bellevue. Den Preis für die Stephan-Schule nahm Deutschlehrerin Hannelore Weimar entgegen – stolz, mit dem einzigen Berliner Projekt einen der 23 fünften, mit je 2500 Euro dotierten Preise errungen zu haben. „Gute Hauptschulen“, sagte Rau, „geben Schülern, die sich benachteiligt fühlen, Halt.“ Die einfallsreichen Projekte machten ihm „fast Lust, noch mal zur Schule zu gehen“. Die Ideen der drei ersten Preisträger – ein Sprachzentrum in Esslingen am Neckar, ein interkulturelles Schülercafé in Köln und eine Tanz- und Musikausbildung in Frankfurt – bringen den Schülern Spaß und Erfolg. Das Engagement lohnt sich auch finanziell: Für den ersten Platz gibt es 15 000 Euro. -ry

Mehr Informationen im Internet:

www.hauptschulpreis.ghst.de

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