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Neue Poller aus Stahl : Synagoge: Klötze kommen jetzt weg

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Mit dem Abbau der umstrittenen Betonklötze vor der Synagoge in der Oranienburger Straße in Mitte wird in der kommenden Woche begonnen. Nach dem Abräumen der Klötze soll eine dichte Reihe von Metallpollern das Centrum Judaicum vor Autobombenanschlägen schützen. Der Staatsschutz dementierte gestern einen Zeitungsbericht, wonach die Klötze so lange stehen bleiben müssen, bis alle Spezialpoller im Boden verankert worden sind. „Die Betonquader werden allesamt entfernt“, sagte Dezernatsleiter Lars Sünnemann dem Tagesspiegel, danach kommen die Poller. „Das Sicherheitsniveau wird zu jeder Phase der Bauzeit gleich hoch sein“, versprach Sünnemann.

Details nannte der Staatsschutz wie üblich nicht, denn die Gefährdungslage für jüdische Einrichtungen wird seit den Anschlägen vom 11. September unverändert als „abstrakt hoch“ eingestuft. Die 50 Betonklötze waren erst im April diesen Jahres für 100 000 Euro aufgestellt worden, bis dahin standen dort nur die üblichen rotweißen Absperrgitter. Die hässlichen Quader stießen jedoch sofort auf Proteste von Anwohner und Denkmalschützern. Wie berichtet wird bei dem derzeitigen Umbau der Oranienburger Straße der Bürgersteig vor der Synagoge aus Sicherheitsgründen verbreitert, Autos haben künftig weniger Platz.

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