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Neue S-Bahnlinie S 21 : Blaue Stunde auf dem Heuboden

29.06.2011 15:19 Uhrvon
Seit 75 Jahren gibt es den Tunnel vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor schon. "Heuboden" heißt der Abschnitt unter S-Bahnern. In Zukunft soll hier die S 21 fahren. Ein Spaziergang in der Unterwelt. Foto: Kitty Kleist-HeinrichBilder
Seit 75 Jahren gibt es den Tunnel vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor schon. "Heuboden" heißt der Abschnitt unter S-Bahnern. In Zukunft soll hier die S 21 fahren. Ein... - Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Zwischen Potsdamer Platz und dem Brandenburger Tor liegt seit 75 Jahren ein Tunnel. Jetzt wird er für eine neue S-Bahn-Strecke gebraucht, die vom Nordring bis zum Potsdamer Platz verläuft.

Die S-Bahn fährt in Berlin auf seltsamen Wegen: Irgendwann soll sie sogar ein Hotel und ein Parkhaus durchqueren. Und durch den „Heuboden“ rauschen. So nennen S-Bahner einen Tunnelabschnitt, der in den 30er Jahren vom Bahnhof Potsdamer Platz bis fast unter das Brandenburger Tor gebaut worden war. Bisher nur zum Abstellen von Zügen genutzt, sollen dort später einmal Bahnen vom Nordring über den Hauptbahnhof bis zum Potsdamer Platz fahren. Zunächst wird aber nur der erste Abschnitt vom Nordring in Wedding bis zum Hauptbahnhof gebaut.

Etwa 226 Millionen Euro soll diese rund zwei Kilometer lange Strecke für die S 21 genannte Verbindung kosten; etwa 70 Millionen Euro stecken bereits in sogenannten Vorratsbauten.

Derzeit wird der Tunnel unter der Invalidenstraße am Hauptbahnhof gebaut. Unter dem Hauptbahnhof sind ebenfalls bereits knapp 100 Meter der künftigen Röhre mit einem Teil des Bahnsteigs betoniert. Die S-Bahn-Station liegt dort neben dem U-Bahnhof. Und beim Wiederaufbau des Ringes nach dem Jahr 2000 wurden an den Bahnhöfen Westhafen und Wedding auch bereits Tunnel gebaut, in denen die S-Bahnen zum Hauptbahnhof die Gleise der Ringbahn unterqueren werden. Derzeit wird dort zum Teil illegal Müll gelagert.

2017 sollen die ersten Züge hier zum Hauptbahnhof fahren. Eine Linie werde von Westen kommend über den Ring zum Hauptbahnhof fahren, eine weitere werde den Nordosten direkt mit dem Hauptbahnhof verbinden, kündigte der Berliner Bahnchef Ingulf Leuschel jetzt bei einem Ortstermin an.

Sollen sich die Ausgaben lohnen, dürfen die Züge nach Ansicht von Experten aber nicht auf Dauer im Hauptbahnhof enden. Um die neue Strecke komplett ins Netz integrieren zu können, ist ein Weiterbau bis zum Potsdamer Platz erforderlich, wo der rund 500 Meter lange Heuboden genutzt werden kann. Er wird so genannt, weil die Anlage wie ein Scheunendach neben dem bestehenden Nord-Süd-Tunnel liegt. Um weiterbauen zu können, müsste am Pariser Platz eine Grube ausgehoben werden; vom Hauptbahnhof bis zum Pariser Platz würde die Röhre dagegen unterirdisch gebohrt. Etwa 150 Millionen Euro würde dieser Weiterbau kosten; eine Finanzierungsvereinbarung gibt es aber nicht.

Ganz langfristig ist sogar geplant, die Strecke vom Potsdamer Platz weiter bis zum Südring zu verlängern. Im Hotel Scandic am Potsdamer Platz klafft bereits eine riesige Öffnung für die künftige Trasse in der Fassade, und auch das Parkhaus am Gleisdreieck ist für das Durchfahren mit der S-Bahn vorbereitet. Ob auch diese Vorratsbauten je genutzt werden, ist jedoch ungewiss.

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