Neue Talkshow : Gottschalks gute Stube am Gendarmenmarkt

Erstmals sind Bilder aus dem neuen Berliner Studio zu sehen. Die Möbel hat der Moderator in Kalifornien gekauft – und lässt sie gerade einschiffen.

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Eher Wohnzimmer als Fernsehstudio. Hier will Gottschalk ab Januar mit Gästen über aktuelle Themen sprechen. Die Computersimulation zeigt, wie das Studio aussehen könnte.Alle Bilder anzeigen
13.12.2011 10:51Eher Wohnzimmer als Fernsehstudio. Hier will Gottschalk ab Januar mit Gästen über aktuelle Themen sprechen. Die Computersimulation...

Thomas Gottschalk steht auf Eiche. In seinem neuen Studio im Humboldt-Carré nahe dem Gendarmenmarkt hat der Showmaster den Fußboden mit dem Holz auslegen lassen. Das war’s dann aber auch schon, was hier an eine deutsche Stube erinnern könnte. Vielmehr wirken die Räume in der Behrenstraße, als habe sich der Entertainer sein Wohnzimmer aus dem kalifornischen Malibu, wo er die vergangenen Jahre gelebt hat, in die Hauptstadt gebeamt: Ausladende Lounge-Sessel aus Leder stehen auf flauschigem Teppich, dazu gibt es Zebra- und Kuhfell-Läufer, die früher vermutlich ein Leben als Gottschalk-Anzüge geführt haben. Trommeln dienen ihm als Tische, dafür stehen Gitarre und Verstärker zum Musikmachen bereit.

Ein Metallic-Schreibtisch ist Gottschalks Kommando-Zentrale, im Hintergrund hängt ein Flachbildschirm für Konferenzschaltungen, an den Wänden sollen private Bilder zu sehen sein. Auf dem Fenstersims steht die Freiheitsstatue von New York im Miniformat, Lampen und Leuchter sorgen für eine heimelige Atmosphäre. Schließlich sollen sich all die internationalen Stars, die Gottschalk hier ab dem 23. Januar in seiner neuen ARD-Vorabendsendung „Gottschalk Live“ von montags bis donnerstags begrüßen will, wohlfühlen. Gottschalk, ein Cowboy auf Kuschelkurs – den Eindruck vermitteln zumindest die Bilder, die das Erste jetzt als Simulation veröffentlicht hat.

250 Quadratmeter ist Gottschalks Berliner Studio groß. Entworfen wurde es von Designer Florian Wieder, doch der Showmaster selbst kümmere sich höchstpersönlich um die Einrichtung, heißt es von der PR-Agentur. „Die Einrichtung entspricht seinem privaten Geschmack“, sagt Sprecherin Bibo Loebnau. Da der ARD-Fundus offenbar nichts Entsprechendes zu bieten hatte, durfte Gottschalk auf Shopping-Tour gehen – in Kalifornien. Das sei praktischer gewesen, weil er dort noch seinen Hauptwohnsitz hat, sagt Loebnau.

Weniger praktisch ist, dass die Möbel nun nach Deutschland transportiert werden müssen. „Derzeit befinden sich die Stücke in der Verschiffung“, sagt Loebnau. Anfang Januar soll die Ladung in Berlin eintreffen. Ist das Studio dann eingerichtet, finden Probesendungen statt. Loebnau verweist jedoch darauf, dass auf den Bildern der ARD nur erste Ideen zu sehen seien und die Einrichtung im Detail später variieren könnte. Beispielsweise werde Gottschalk wohl keine Porträts von sich selber an die Wand hängen und auch keine Fahnen aufstellen. Damit könnte er aber seine Berliner Bleibe schmücken. Wohnen will Gottschalk in einem Hotel in der Nähe des Studios.

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