Neue Tarifstruktur : Fahrgastverband: Stammkunden zahlen die Zeche

Ab 1. April gelten im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg neue Tarife - und die rufen den Fahrgastverband Igeb auf den Plan. Zwar hätten die Änderungen auch Vorteile, besonders Kunden mit Monatskarten würden aber benachteiligt.

Tram
Der öffentliche Nahverkehr wird für viele ab 1. April teurer. -Foto: dpa

BerlinDer Fahrgastverband Igeb ist unzufrieden mit den ab Dienstag geltenden neuen Tarifen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Erneut würden die Zeitkarten überdurchschnittlich verteuert, so dass zum wiederholten Mal hauptsächlich die Stammkunden die Tariferhöhung finanzieren müssten, beklagt der Verband. Einige Verbesserungen bringe die neue Tarifstruktur allerdings für Schüler im Verbundgebiet und für Berliner Gelegenheitsfahrgäste.

Kritisch bewertet die Igeb vor allem, dass sich die Monatskarte für den Tarifbereich AB um 2,9 Prozent auf 72 Euro verteuert. Die Preise für die Jahreskarten in den Bereichen AB sowie ABC erhöhen sich jeweils um 3,1 Prozent auf 670 beziehungsweise 830 Euro.

Keine Kurzstrecken mehr in Brandenburg, Cottbus und Frankfurt

Als positiv sieht es der Fahrgastverband, dass künftig auch 14-Jährige im gesamten Verbundgebiet nun zum Ermäßigungstarif für Kinder fahren dürfen. Auch könnten jetzt alle Schüler für 15 Euro ein Zusatzticket zu ihrer Monatskarte erwerben, welches sie zur Fahrt im ganzen VBB-Gebiet berechtigt. Die Igeb begrüßte auch die Wiedereinführung von Sammelkarten. Hierdurch könnten Verbraucher in Berlin den Preis pro Fahrt auf zwei Euro reduzieren.

Einzelfahrausweise und Tageskarte Berlin AB sowie Schüler- und Geschwisterkarten in Berlin bleiben laut VBB mit der neuen Tarifstruktur ab 1. April im Preis stabil. Der Kosten für einen Berliner Kurzstreckenfahrausweis erhöhen sich von je 1,20 auf 1,30 Euro. In Brandenburg/Havel, Cottbus und Frankfurt werden die Kurzstreckenfahrausweise abgeschafft. (jvo/ddp)

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