Neue Zoo-Stiftung : Diepgen will den Tierpark stärken

Berlins früherer Regierende Bürgermeister Diepgen übernimmt den Ratsvorsitz einer neuen Zoo-Stiftung. Mit seinem Engagement will er Kapital für Einzelprojekte im Zoo und Tierpark sammeln.

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Berlins ehemaliger Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen.
Berlins ehemaliger Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen.Foto: dpa

Prominente Unterstützung erhalten jetzt Zoo und Tierpark: Der langjährige frühere Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) übernimmt den Ratsvorsitz einer neuen Zoo-Stiftung, die am 16. Dezember gegründet wird. Im Vorstand der neuen Fördereinrichtung sollen auch der Geschäftsführer von Zoo und Tierpark und der Aufsichtsrat sitzen.

Ziel der Stiftung ist es, Kapital für langfristige Projekte zur Stärkung der beiden Traditionshäuser einzusammeln. „Schon als Bürgermeister habe ich immer meine schützende Hand über die beiden Einrichtungen gehalten“, erklärte Eberhard Diepgen sein Engagement. Es gehe nun darum, dass mithilfe der Stiftung Einzelprojekte auch unabhängig von staatlichen Hilfestellungen finanzierbar werden. Nur die Zinserträge aus dem Stiftungskapital sollen zur Finanzierung von Projekten eingesetzt werden, das Vermögen der Stiftung selbst nicht.

Der Ehrenvorsitzende der Berliner CDU sagte weiter, vor allem der Tierpark in Lichtenberg müsse gestärkt werden, weil er nicht wie der Zoo am Breitscheidplatz von Touristenströmen profitiere. Höhere Besucherzahlen könnten durch besondere „zoologische Attraktionen“ erreicht werden, durch einen Knut oder einen kleinen Elefanten etwa oder durch eine noch engere Kooperation mit dem Schloss Friedrichsfelde sowie durch außergewöhnliche Veranstaltungen.

Während im Zoo jährlich drei Millionen Menschen Eintrittskarten lösen, werden im Tierpark in Lichtenberg nur knapp eine Million Besucher im Jahr gezählt. Aus dem Landeshaushalt erhält der Tierpark 5,8 Millionen Euro und der Zoo 1,4 Millionen Euro. Thomas Ziolko, Vorsitzender des Fördervereins Tierpark und Zoo, begrüßte die Gründung der Stiftung zur „langfristigen Absicherung“ der Einrichtungen. Auch der Bankier Jörg Woltmann, der bereits die Not leidende Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM) vor der Insolvenz rettete, will sich in der Stiftung engagieren.

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