• Neuer Hubschrauber für die Polizei Eurocopter wird zusammen mit Bundesgrenzschutz angeschafft

Berlin : Neuer Hubschrauber für die Polizei Eurocopter wird zusammen mit Bundesgrenzschutz angeschafft

Werner Schmidt

Für die russischen Hubschrauber vom Typ Mi-2, die Berlins Polizei aus DDR-Bestand übernommen hat, erlischt Ende 2003 die Zulassung. Aber es gibt Ersatz: ein rund 5,2 Millionen Euro teurer Eurocopter EC 135 – eines der modernsten Fluggeräte der Welt, den sich die Polizei mit dem Bundesgrenzschutz teilen wird. Auch den Kaufpreis werden beide Behörden zu je 50 Prozent aufbringen.

Von Januar 2004 an soll der EC 135 in die Luft gehen, die Piloten werden bereits ausgebildet. Längerfristig sei es möglich, dass der Hubschrauber ganz in den Besitz des Landes Berlin übergehe – gegen Ausgleichszahlung an den BGS, hieß es aus Sicherheitskreisen. Das Bundesinnenministerium und die Innenverwaltung verhandeln derzeit über die Details der Nutzung und Wartung. Stationiert werden soll der Helikopter in Blumberg, wo schon mehrere Eurocopter des BGS stehen.

1990 hatte die Hubschrauberstaffel zwei Helikoptern von der ehemaligen Volkspolizei übernommen. Mit den beiden inzwischen 18 und 30 Jahre alten Helikoptern wurden Verkehr und Demonstrationszüge sowie Staatsbesuche überwacht und Verbrecher verfolgt. Knapp 460 000 Euro kosteten im Jahr 2001 den Steuerzahler die 240 Hubschraubereinsätze. Die Wartung der Maschinen wurde immer teurer. Da es hier keine Mechaniker für die Mi-2 mehr gab, mussten sie zur Überholung sogar bis nach Polen geschafft werden.

Geeignete, preiswerte Maschine aufzutreiben, ist allerdings nicht einfach. Mit Hilfe der Firma Eurocopter wurde zunächst ein gebrauchter Hubschrauber in Neuseeland ausfindig gemacht. Aber er entsprach nicht dem gewünschten Ausstattungsstandard. Die Suche läuft weiter. Werner Schmidt

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