Berlin : Neuer Nahverkehrsplan: Lückenschluss nach fast 15 Jahren

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Im Regionalverkehr der Bahn soll bis 2004, fast 15 Jahre nach dem Öffnen der Mauer, auch die letzte Lücke zwischen Berlin und dem Umland geschlossen werden. Dann können auch von Teltow zunächst bis Lichterfelde Ost wieder Züge fahren. Auf Brandenburger Gebiet liegen bereits seit 1997 neue Gleise, die bis zur Stadtgrenze reichen. Nicht vorangekommen ist man bisher dagegen auf Berliner Boden, wo die Baugenehmigung noch immer fehlt.

Geplant ist ferner, durch den Einbau von Weichen eine Verbindung für die Heidekrautbahn aus Wensickendorf/Groß Schönebeck zum Bahnhof Lichtenberg zu schaffen. Derzeit enden die Züge auf dem S-Bahn-Gleis im Bahnhof Karow.

Im Regionalverkehr rechnen die Planer mit einer Zunahme der Verkehrsleistung bis 2004 um 10 Prozent. Die Angebote der Bahn müssen von den Ländern bestellt - und bezahlt - werden. Große Änderungen wird es aber erst geben, wenn der Nord-Süd-Tunnel mit den Stationen Potsdamer Platz und Lehrter Bahnhof fertig sein wird. Damit rechnen die Planer frühestens für das Jahr 2006.

Trotzdem gibt es auch zum Fahrplanwechsel im Juni weitere Verbesserungen. Auf den Regional-Express-Linien 1 bis 6 gibt es dann einen durchgängigen Ein-Stunden-Takt, der auf der RE-Linie 1 zwischen Brandenburg-Berlin-Frankfurt (Oder) wie bisher auf 30 Minuten verkürzt wird. Auf der Stadtbahn gibt es dann pro Stunde und Richtung je sechs RE-Halte in Ostbahnhof, Alexanderplatz, Friedrichstraße und Zoo.

Einen neuen Bahnhof für den Regionalverkehr soll es nach einem Umbau in Köpenick geben. Er ersetzt dann den Bahnhof Karlshorst.

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