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Neuer Oberbürgermeister : Wahlschlappe für SPD in Cottbus - Kelch schlägt Szymanski

Der neue Oberbürgermeister in Cottbus heißt Holger Kelch und kommt von der CDU. Amtsinhaber Frank Szymanski erhielt nur 37,3 Prozent der Stimmen. Auch in anderen Orten konnte die CDU Ämter holen.

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Neuer Oberbürgermeister in Cottbus: Holger Kelch.
Neuer Oberbürgermeister in Cottbus: Holger Kelch.Foto: Promo

Während die SPD in Brandenburg mit 31,9 Prozent wieder klar die Landtagswahl gewonnen hat, müssen die Sozialdemokraten dennoch eine Schlappe verbuchen. In Cottbus hat nicht SPD-Kandidat Frank Szymanski sein Amt als Oberbürgermeister verteidigt, sondern der CDU-Politiker Holger Kelch ging als Gewinner hervor. Auf den 47-Jährigen entfielen 50,7 Prozent der Stimmen. Szymanski erhielt 37,3 Prozent. Der dritte Kandidat Lars Krause von der "Partei" kam immerhin auf 12,1 Prozent.

"Ich habe in den vergangenen Wochen bei den vielen Gesprächen mit den Cottbusern eine deutliche Wechselstimmung gespürt", zitiert die "Lausitzer Rundschau" Kelchs erste Reaktion nach dem feststehenden Wahlsieg. Verlierer Szymanski sei von Kelchs Durchmarsch im ersten Wahlgang überrascht worden, "aber die Bürger haben entschieden", sagte der SPD-Kandidat in der "LR".

Bei der vergangenen Oberbürgermeisterwahl 2006 hatte Kelch noch gegen seinen Konkurrenten Szymanski verloren, dessen Stellvertreter er seit 2007 war.

Der Verwaltungsfachwirt Kelch ist seit 1990 Mitglied der CDU. Bei der diesjährigen Wahl warb er damit, ein Oberbürgermeister zum "Anfassen" zu sein, der zuhört und gute Ratschläge annimmt.

Bei der Oberbürgermeisterwahl gab nicht einmal jeder zweite Cottbuser seine Stimme ab, die Wahlbeteiligung in den 127 Wahlbezirken lag bei 48,8 Prozent.

In Eberswalde bleibt Friedhelm Boginski (FDP) mit 64,6 Prozent im Amt. Fast denselben Wert erzielte Manuela Saß (CDU) in Werder/Havel, die den Posten für ihre Partei verteidigen konnte. Ebenfalls in Händen der CDU bleibt das Amt in Trebbin (Teltow-Fläming), wo Thomas Berger (CDU) mit 82,8 Prozent wiedergewählt wurde. Die SPD behielt die Bürgermeisterposten in Senftenberg (Andreas Fredrich, 76,6 Prozent) und in der Gemeinde Löwenberger Land (Oberhavel/Bernd - Christian Schneck, 85,6 Prozent). Stichwahlen gibt es hingegen in Bernau, wo Amtsinhaberin Michaela Waigand (parteilos, für SPD und CDU) am 28. September in die zweite Runde muss, sowie in den Gemeinden Märkisch Heide und Leegebruch.

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