Berlin : Neuer S-Bahnhof bleibt offen Schöneberger Station bekommt Fahrstühle

Der – noch – nicht behindertengerechte S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke an der Wannseebahn in Schöneberg bleibt weiterhin provisorisch in Betrieb. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat als Genehmigungsbehörde jetzt einen Antrag abgelehnt, den am 2. Mai eröffneten Haltepunkt wieder zu schließen, bis auch die vorgesehenen Aufzüge eingebaut sind. Diese Arbeiten sollen am Jahresende abgeschlossen sein. Es sei nicht verständlich, warum bis dahin nicht behinderten Personen das Nutzen dieser Station jetzt verwehrt werden sollte, teilte das EBA dem Antragsteller mit. Die teilweise Inbetriebnahme vorerst nur „für nicht mobilitätseingeschränkte Personen“ sei auf Initiative des Berliner Senats und der Bahn erfolgt und rechtlich nicht zu beanstanden.

Mehr als 20 Jahre nach dem Beschluss, diesen Bahnhof zu bauen, hatten der Senat und die Bahn im November 2006 beim offiziellen Baubeginn versprochen, die Station Ende April 2008 zu eröffnen. Monatelang ruhten dann aber die Arbeiten. Erst kurz vor dem angekündigten Eröffnungstermin wurden sie dann intensiviert; für den Einbau von Aufzügen reichte die Zeit dann aber nicht mehr. Auch der Gehweg auf der nördlichen Brückenseite ist bisher nicht fertig geworden. Das EBA hat zunächst deshalb nur eine vorläufige Nutzungserlaubnis erteilt, dabei aber keine Frist gesetzt. Sind die Arbeiten abgeschlossen, folge die endgültige Genehmigung, teilte EBA-Sprecherin Bettina Baader mit.

Vielleicht gibt es dann ja auch ein Schild, das die Fahrgäste darauf hinweist, dass es an der Julius-Leber-Brücke einen S-Bahnhof gibt. Bisher hat die Bahn hier lediglich den Namen „Julius-Leber-Brücke“ anbringen lassen und auf Hinweise zu dem S-Bahnhof verzichtet. Auch das typische S-Bahn-Signet fehlt am 166. Bahnhof im Netz. kt

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