Berlin : Neuer S-Bahnhof hat weiterhin zahlreiche Mängel

Mehr als 100 Tage nach der Inbetriebnahme des S-Bahnhofs Julius-Leber-Brücke in Schöneberg hat die Bahn jetzt Schilder mit dem S-Bahn-Signet für die Eingänge bestellt. Vermutlich noch bis Jahresende wird dort also für Ortsunkundige weiterhin nicht zu erkennen sein, dass unter der Brücke der Kolonnenstraße ein S-Bahnhof liegt. Nach Ansicht der Grünen ist dies nicht der einzige Mangel der neuen Station, die rund 6,4 Millionen Euro gekostet hat. Den größten Teil der Summe hat der Senat aufgebracht.

Bisher fehlen auch noch Aufzüge. Nach Angaben der Bahn sollen die Arbeiten Ende des Jahres abgeschlossen sein, wenn auch der neue Bürgersteig fertig ist. Keine Lösung gibt es bisher für eine Fahrradabstellanlage, deren Fehlen die Grünen-Abgeordnete Claudia Hämmerling gestern ebenfalls monierte. Ungeklärte Fragen zwischen Bahn und Senat gibt es zudem bei den Bushaltestellen, die eigentlich vor den Eingängen liegen sollten. Probleme haben auch Behinderte – nicht nur wegen der fehlenden Aufzüge. Blindenleitstreifen sind so angebracht, dass sie Blinde gegen Gitter und Mauern stoßen lassen, wie Architekt Klaus-Dieter Wüstermann bemängelt, der selbst sehschwach ist. Nachbessern will die Bahn bei der Bahnsteigkanten-Markierung. kt

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben