Neues Hotel : Übernachten im Univiertel

Jetzt hat auch Zehlendorf sein erstes großes Hotel: Nach 18 Monaten Bauzeit wurde am Freitag an der Takustraße im Dahlemer Univiertel die Eröffnung des „Seminaris Campushotels Berlin“ mit 186 Zimmern gefeiert.

Cay Dobberke
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Gläsernes Entree. An der Freien Universität lässt es sich nun auch gut übernachten – dem neuen Hotel sei Dank. -Foto: Uwe Steinert

BerlinDie Freie Universität wird der Hauptnutzer, wie FU-Präsident Dieter Lenzen ankündigte, betreibt die Anlage aber nicht selbst. Der Pächter Seminaris ist seit 30 Jahren bundesweit auf Tagungshotels für Firmen, Verbände und Forscher spezialisiert. Finanziert hat den 36 Millionen Euro teuren Bau ein Immobilienfonds aus Kopenhagen.

Als Herzstück gilt der „Dahlem Cube“. Dieser gläserne Kubus ist das Kongresszentrum, der größte Saal fasst 700 Personen. Hinzu kommen 15 kleinere Tagungsräume, Ausstellungsflächen und eine Kaffeebar. Das Hotelgebäude nebenan bietet 15 Bankett- und Veranstaltungsräume, ein Restaurant, eine Bar und ein Fitnesszentrum. Die Entwürfe stammen vom Architektenbüro Helmut Jahn; das Büro Murphy/Jahn hat zum Beispiel auch das Sony-Center am Potsdamer Platz und das Neue Kranzler-Eck gestaltet.

Genau genommen ist das Tagungshotel schon seit zwei Wochen in Betrieb. „Bei der Eröffnung des deutsch-chinesischen Wissenschaftsjahres war es voll belegt“, sagte FU-Präsident Lenzen, der die neuartige Zusammenarbeit mit den privaten Bauherren und Betreibern lobte.

Seminaris-Chef Günther Strube wies darauf hin, dass die Anlage jedem offensteht – also auch einzelnen Geschäfts- oder Privatreisenden. Die Übernachtungspreise beginnen bei 95 Euro für ein Einzelzimmer. Durch die Glasfassaden wirken alle Räume sehr hell, der Standort gehört zu den ruhigen Lagen im Südwesten. Eine Besonderheit der Hotelzimmer sind Gardinen, die die Aussicht nicht behindern, von außen aber blickdicht sind. Zu den relativ ungewöhnlichen Details gehören außerdem Handtuchwärmer und Hosenbügelgeräte. Das Haus gehört zur Kategorie Vier Sterne plus.

Das Restaurant und die Bar sind ebenfalls öffentlich – und damit eine Alternative zum unter Studenten und Professoren beliebten Biergarten „Luise“, der rund 150 Meter entfernt an der Königin-Luise-Straße liegt. „Viele Anwohner kommen schon auf Kaffee und Kuchen vorbei“, sagen Mitarbeiter des Hotels.

Die FU plant dort auch Ausstellungen. Ab Mai sollen 14 Porträts von Nobelpreisträgern wie Albert Einstein, die einst auf dem FU-Campus tätig waren, die Anlage zieren. Die großen Rankgitter im Hof will Seminaris bald bepflanzen. Ein Zeichen für die Nähe zur FU sind übrigens die Palmen im Hotel – sie stammen aus dem hochschuleigenen Botanischen Garten. Cay Dobberke

Das Hotel im Internet: www.seminaris.de

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