Berlin : Neues Motorrad: Heimliche Ausfahrten: "Erlkönige" im Test

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Leser hatten sie am Sonnabend früh ausgemacht: "außergewöhnlichen Aktivitäten" am Spandauer BMW-Motorradwerk. Und tatsächlich: Es war der Morgen der "Erlkönige". Die brandneue 650er war auf der Nonnendammallee in größerer Stückzahl zu beobachten. Dem Vernehmen nach wird das Fahrzeug erst intern vorgestellt. Im Werk selbst war keine Auskunft über die Maschine zu erhalten.

Allerdings sollen in den nächsten Tagen mehr als 1000 Mitarbeiter und Händler aus aller Welt nach Berlin kommen und mit dem neuen Motorrad Probefahrten im Umland und in der Stadt unternehmen. Heute reisen die deutschen Händler an.

Das neue Modell ist eine rein für die Straße gebaute Schwester der 650 GS, die sich sehr gut abseits von Beton und Asphalt fahren lässt. Die Markteinführung ist offensichtlich für den Herbst geplant - vermutlich werden in den Werksferien im August die Produktionsbänder für größere Stückzahlen umgebaut.

Die 650 GS, die seit Frühjahr 2000 verkauft wird, hat sich auf Anhieb einen oberen Platz in der bundesdeutschen Zulassungsstatistik erobert. Letztes Jahr stand sie an vierter Stelle der Rangliste und trug damit nicht unerheblich zum Erfolg der in Spandau gefertigten BMW-Motorräder bei. Obenan steht freilich die R 1150 GS, hier kann das Werk die Nachfrage kaum bedienen. "Sie wird nicht verkauft, sondern verlost", ist bisweilen zu hören. Kein Wunder, dass das Werk - wie berichtet - um eine neue Produktionshalle erweitert wird.

Es scheint beim neuen Modell auch beim elektronisch geregelten Einzylinder-Einspritzmotor samt G-Kat und Antiblockiersystem (ABS) geblieben zu sein. Zum zweiten Mal in der BMW-Geschichte wurde jedoch vom Kardan-Antrieb abgewichen. Diesmal ist es keine Kette, die die Motorkraft ans Heckrad bringt, sondern ein Zahnriemen.

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