• Zitty
  • Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Berlin 030
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Neujahr in Berlin : Das geht ja gut los

01.01.2013 21:32 Uhrvon , , , , , , und
Alles Gute, liebe Leserinnen, liebe Leser, für 2013! Foto: dpaBild vergrößern
Alles Gute, liebe Leserinnen, liebe Leser, für 2013! - Foto: dpa

Die ersten Neuberliner waren Jungs, die S-Bahn twitterte gute Nachrichten, Tausende schlüpften durch Zaunlöcher zur ersten illegalen Party, Eisbader waren frustriert und beim 1.FC Union gab’s keine Ausschweifungen: Das war der Neujahrstag – und so soll’s weitergehen.

DAS ERSTE LIED

Was haben wir genörgelt. Das Ensemble der Alt-, Ex- und Möchtegern-Stars, das zu Silvester am Brandenburger Tor auftritt, ist aber auch größtenteils peinlich. David Hasselhoff, Jürgen Drews – es geht immer noch schlimmer, provinzieller, berlinunwürdiger. Dieses Mal dann: die Pet Shop Boys, souverän-nostalgisch und irgendwie immer noch hip. Als erklärte Berlin-Fans sind die beiden Londoner Neil Tennant und Chris Lowe durchaus die richtigen, um die Hauptstadtparty ein wenig vom Ballermann wegzuführen. Und so war das erste Lied, das 2013 hinaus in die Welt ging: „Go West“. Was kann schöner sein, als eine Schwulenhymne – im Original von den Village People –, die sich in den Fankurven der Bundesligastadien durchgesetzt hat? Und dann dieser wunderbar ironische Titel, am Brandenburger Tor, im Jahr 24 nach dem Mauerfall.

Ein bisschen Nörgeln muss aber noch sein: Vielleicht sollten die Veranstalter ihre Dramaturgie überarbeiten. Tennant/Lowe sahen nämlich meist nur die Rücken der Fans, die sich Schlag zwölf zum großen Feuerwerk umdrehten. Eine Bühnenpause während der Ballerei wäre angebracht. Und mehr gute Musik. Denn wer war auch diesmal wieder dabei? Jürgen Drews. Außerdem Teil des Programms: Mit einem Tanz im „Gangnam-Style“ versuchten die Besucher, einen Weltrekord zu brechen, den im November 20 000 Menschen vor dem Eiffelturm in Paris in einem riesigen „Dancemob“ aufgestellt hatten. Ob es glückte, die Franzosen zu überbieten? Schwer zu sagen. Eigentlich unmöglich, in der kurzen Zeit alle tanzenden Füße zu zählen.

Der erste Song. Die Pet Shop Boys spielten um Mitternacht. Foto: dpaBild vergrößern
Der erste Song. Die Pet Shop Boys spielten um Mitternacht. - Foto: dpa

DIE ERSTEN BABYS

Das Jahr 2013 begann mit fünf kleinen Jungs in Berlin. Eine der ersten frohen Botschaften des neuen Jahres 2013 kam aus dem Kreißsaal der Caritas-Klinik „Maria Heimsuchung“ in Pankow: Dort wurde punkt 1.01 Uhr der kleine Daniel Nehorosev gesund geboren – mit einem guten Mittelgewicht: 3800 Gramm schwer, 51 Zentimeter groß. Nach einer Umfrage des Tagesspiegels in Berlins Kreißsälen ist er das erste Berliner Neujahrsbaby 2013. Platz zwei belegt Mehmet Ceylan, der schon einige Wochen vor dem offiziellen Geburtstermin um 1.43 Uhr im Sankt Joseph Krankenhaus in Tempelhof zur Welt kam. Nur sieben Minuten später, um 1.51 Uhr, ertönte ein weiterer erster Schrei im Charité-Klinikum in Mitte. Es war gleichfalls ein Junge. Mehr Infos über ihn wollten die Eltern nicht mitteilen.

Ansonsten ließen sich die Neujahrsbabys in der Silvesternacht eher Zeit: Erst nach 2 Uhr kamen weitere, dann aber wieder knapp hintereinander. Um 2.17 Uhr erblickte ein neuer Erdenbürger im Helios Klinikum Buch das Licht der Welt. Und 11 Minuten später wurde Jan-Philipp im Vivantes Humboldt-Klinikum in Reinickendorf geboren. Im Kreißsaal des Virchow-Klinikums der Charité war die erste Niederkunft um 2.53 Uhr. Hier kam ein Mädchen zur Welt. Und in der DRK-Klinik Köpenick folgte um 5.18 Uhr Lea-Sophie. Die Kleine sei mit 4330 Gramm Geburtsgewicht und 54 Zentimetern quietschvergnügt, hieß es.

Der Kreißsaal von „Maria Heimsuchung“ in Pankow lag beim Ranking der Neujahrsbabys schon einmal an der Spitze. In der Silvesternacht 2010/2011 wurde dort bereits um 0.05 Uhr eine kleine Martha geboren. Diesmal warteten die Hebammen und Ärzte eine knappe Stunde länger auf das nächste Rekord-Baby. Die 40-jährige gebürtige Russin Elena Bödecker brachte Daniel zur Welt. Es ist ihr zweiter gemeinsamer Sohn mit Vater Boris Nehorosev. Das erste Kind des Paares, der inzwischen 21-jährige Artiom, bescherte ihnen kurz vor dem vergangenen Weihnachtsfest eine originelle Familienkonstellation. Er wurde Vater einer kleinen Tochter. So bekamen die beiden innerhalb weniger Wochen ein Enkelkind und selbst erneut Nachwuchs. Elena Bödecker beherrscht sechs Sprachen, sie leitet den Berlin Museum-Shop Unter den Linden 40, ihr Mann arbeitet als Elektroschweißer.

In der Silvesternacht 2011/2012 hatten sich Berlins Neujahrsbays mehr beeilt. Schon 19 Minuten nach Mitternacht wurde im DRK Klinikum Westend Aislinn Marie Conan geboren.

DIE ERSTE NACHRICHT VON DER S-BAHN

Am frühen Vormittag twittert die S-Bahn: „Derzeit keine Verspätungen oder Beeinträchtigungen im S-Bahn Netz. Gute Fahrt.“ Ganz in der Frühe hatte es „vereinzelt Verspätungen bis zu 8 Minuten“ gegeben. Angesichts von tausenden ausgefallenen Zügen in den vergangenen Jahren klingt das nach Traumstart. Auch die große Bahn war in der Regeion offenbar nahezu durchgehend pünktlich. Wenige Züge seien ein paar Minuten zu spät gekommen, hieß es. Am Nachmittag hatte ein ICE fünf Minuten Verspätung. Als Grund wurde angegeben: „Warten auf weitere Reisende.“

DIE ERSTEN FEGETRUPPS

Ab drei Uhr früh rollten die ersten Kehrmaschinen der Berliner Stadtreinigung (BSR) an. Es war die Vorhut. Ab 5 Uhr folgte dann die Truppe der BSR-Feger, die zuallererst „zentrale Orte der Stadt“ von Feuerwerksresten reinigten. Rund 600 Mitarbeiter waren am Neujahrstag im Einsatz. ,,Sie hatten mehr zu tun als an den Neujahrsmorgen früherer Jahre“, fasste ein BSR-Sprecher den ersten Eindruck der Stadtreiniger zusammen. ,,Die Berliner haben diesmal wesentlich mehr geböllert.“ Das habe wohl an den „milderen Nachttemperaturen“ gelegen. Die Menschen hätten sich erheblich länger mit Raketen und Krachern vergnügt. Die Finger schmerzten nicht beim Anzünden der Feuerwerkskörper wie an bitterkalten Silvesternächten. Da der Winter so schnell nicht zurückkehren soll, ist die BSR optimistisch, „dass wir ganz Berlin rasch vom Silvestermüll säubern können“.

Folgen Sie unserer Berlinredaktion auf Twitter:

Tanja Buntrock:
Karin Christmann:


Robert Ide:


Sigrid Kneist:


Anke Myrrhe:


Hier twittert die Stadtleben-Redaktion des Tagesspiegels. Tipps und Trends, Themen und Termine - alles, was die Stadt bewegt:



Machen Sie mit und verlinken Sie Ihre morgendlichen Fotos mit dem Hashtag #gmberlin. Oder schicken Sie Ihre Fotos wie gewohnt an leserbilder@tagesspiegel.de! Wir freuen uns auf Ihre Bilder!


Die ersten Ergebnisse sehen Sie in unserer Fotostrecke.


Tagesspiegel lokal

Kreuzberg Blog

Berlin ist Kreuzberg. Und umgekehrt. Kaum ein anderer Berliner Bezirk wird so stark mit der Hauptstadt in Verbindung gebracht wie Kreuzberg. Was die Kreuzberger bewegt, viele Kiezgeschichten und Meinungen lesen Sie im hyperlokalen Projekt des Tagesspiegels.
Zum Kreuzberg Blog


Wedding Blog

Der Wedding lebt. Nur wie? Finden wir es heraus, gemeinsam. Wir: die Leser und die Journalisten des Tagesspiegels. Wir schreiben: Ein Blog über den Wedding. Den alten. Den neuen. Den guten. Den schlechten. Und den dazwischen. Früher Bezirk, bis heute Ereignis. Machen Sie mit beim Wedding Blog!
Zum Wedding Blog


Zehlendorf Blog

Zehlendorf – fein, langweilig, reich? Denkste! Wir hinterfragen gemeinsam mit Jugendlichen, Erwachsenen, Prominenten Klischees und schreiben spannende Geschichten aus dem Stadtteil: über Menschen, lokale Politik und ein Lebensgefühl mit Wasser und Wald. Schreiben Sie mit am Zehlendorf Blog!
Zum Zehlendorf Blog

Umfrage

Welcher Berliner SPD-Politiker erscheint Ihnen als Nachfolger Wowereits am geeignetsten ?

Tagesspiegel twittert

Service

Empfehlungen bei Facebook

Nachrichten aus den Bezirken

Weitere Themen

Der Tagesspiegel im Sozialen Netz

Veranstaltungen im Tagesspiegel

In unserem Verlagsgebäude finden regelmäßig Salons, Vorträge und Debatten statt, zu denen wir Sie herzlich einladen.
Das Stadtmagazin des Tagesspiegels.

Tagesspiegel-Spendenaktion

Erleben sie mit tagesspiegel.de die ganz besonderen Veranstaltungen in Berlin und Umgebung. Hier können Sie sich Ihre Tickets zum Aktionspreis sichern.

Weitere Tickets...