Neukölln/Pankow/Steglitz-Zehlendorf : Egonummer, Fußballkummer, Behördenschlummer

Ein umtriebiger Kiezaktivist, Befürchtungen zur Fußball-EM und ein langfristiges Bauvorhaben... Auszüge aus dem "Talk of the Kiez" aus unseren brandneuen wöchentlichen Bezirks-Newslettern.

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Autokorsos sind super. Aber nur, wenn vorher die richtige Mannschaft gewonnen hat (Foto vom WM-Halbfinale 2014).
Autokorsos sind super. Aber nur, wenn vorher die richtige Mannschaft gewonnen hat (Foto vom WM-Halbfinale 2014).Foto: Matthias Balk/dpa

Alle zwölf Bezirke Berlins sind eine Großstadt für sich. Für jeden gibt es jetzt den wöchentlichen Newsletter „Tagesspiegel Leute“. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des aktuellen "Talk of the Kiez" aus den Bezirken Neukölln, Pankow und Steglitz-Zehlendorf.

Neukölln: Kiezaktivist sichert sich Twitteraccount @AfDfrei

Wenn man einfach mal einen Tag seine Ruhe vor den Rechtspopulisten haben möchte, dann... macht man kurz mal einen neuen Twitteraccount auf, um die ganze Nicht-Berichterstattung im Rahmen der Aktion #AfD-frei tweeten und retweeten zu können! So geschehen dieser Tage in Neukölln, initiiert von "Superaktivist" Felix Herzog. Engagiert beim Volksentscheid Tempelhofer Feld, früher auch im neukoellner.net unterwegs, will Herzog als Mitglied der Anstandspartei VERA der AfD den Einzug ins Abgeordnetenhaus vermasseln. "Am Ende riecht dann alles etwas streng nach Egonummer", wittert Newsletter-Autorin Sabrina Markutzyk.

Pankow: Liebe Polen - bitte nicht "Die Mannschaft" versohlen!

Im schönen Pankow leben viele Menschen aus vielen noch schöneren Ländern. Die weitaus meisten davon, 5.500 an der Zahl, stammen aus Polen. Genau... Deutschlands härtestem Konkurrenten um den Gruppensieg bei der Fußball-EM. "Sollten die Polen uns schlagen, könnten sie uns mit einem ohrenbetäubenden Feuerwerk erniedrigen", befürchtet Newsletter-Autorin Ulrike Scheffer. Noch schlimmer könnte es im Viertelfinale kommen: Die 3.500 Italiener im Bezirk könnten einen Sieg ihrer Teams mit einem Autokorso feiern, den Pankow so noch nicht gesehen hat. Auch Gastgeber und Traumfinalgegner Frankreich verfügt mit 3.200 über den Bezrik verteilten Bürgern über genug Lautstärke, um ganz Pankow in ein Tollhaus zu verwandeln. Im Zweifel hilft nur eins: "Im Falle einer Niederlage Deutschlands gilt also: Türen und Fenster bitte geschlossen halten!", empfiehlt der Tagesspiegel.

Steglitz-Zehlendorf: Der neue S-Bahn-Zugang kommt... bald

Tief im Westen denkt man für gewöhnlich erstmal nach, bevor man gleich in Aktionismus verfällt. Lange nachgedacht hat auch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, bevor man sich dazu durchringen konnte, dass der S-Bahnhof Zehlendorf einen neuen, zweiten Zugang braucht. Man weiß zwar noch nicht so genau wo und wie, aber immerhin hat man sich schon auf einen Termin für den Baubeginn festlegen können: Im Jahr 2020 soll es endlich soweit sein, hat Newsletter-Autorin Maike Raack herausgefunden. Die zuständige Bürgerinitiative freut's: Die Grundsatzentscheidung schaffe Planungssicherheit und sei der "Startschuss für einen behutsamen Stadtumbau der historischen Mitte Zehlendorfs", hieß es aus den Reihen der Aktivisten. Na dann kann's ja losgehen... pünktlich zur nächsten Europameisterschaft in vier Jahren.

Der "Talk of the Kiez" erscheint in unseren Newslettern für Neukölln, Pankow und Steglitz-Zehlendorf. Hier geht's zum Abo:

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