Berlin : Nicht aufgeben!

Ulrich Zawatka-Gerlach

Wir wollen hoffen, dass René Stadtkewitz nicht klein beigibt. Es kann doch nicht sein, dass es irgendwelchen tumben Kriminellen gelingt, einem Abgeordneten mithilfe eines Molotowcocktails das Mandat wegzusprengen. Der CDU-Politiker überlegt nach dem Anschlag auf sein Haus, ob er mit Rücksicht auf seine Familie darauf verzichten soll, erneut für das Abgeordnetenhaus zu kandidieren: als Direktkandidat im Pankower Wahlkreis 5 und auf Platz 2 der Bezirksliste.

Glücklicherweise hat der Brandsatz der noch unbekannten Täter niemanden verletzt und keinen großen materiellen Schaden angerichtet. Wenn sich Stadtkewitz aber entschließt, zur Wahl am 17. September nicht anzutreten, wäre der politisch-moralische Schaden riesengroß. Die Täter hätten, aus welchem Motiv auch immer, ihr übles Spiel gewonnen. Sie hätten einem Parlamentarier so viel Angst eingejagt, dass er aufsteckt und auf ein weiteres Mandat verzichtet. So etwas trifft die Demokratie ins Herz. Lieber René Stadtkewitz, bitte bleiben Sie standhaft!

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