Berlin : Nicht nur für Exzellenzen

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Der Berliner Diplomatenclub beim Auswärtigen Amt „Willkommen in Berlin" startet in eine neue Ära. „Wir wollen exzellent sein, aber nicht nur für Excellencies, sondern für alle Diplomatenpartner unabhängig von Rang, Region oder Religion“, sagte die neue Präsidentin Annemarie Ziefer im Internationalen Club des Auswärtigen Amts. „Sie sollen sich schnell einleben, sich wohlfühlen und gute Erinnerungen mitnehmen.“

Viel Wert legte sie auf den Teamgeist, der künftig noch mehr gepflegt werden soll, auf das ehrenamtliche Engagement vieler Mitarbeiterinnen, besonders in der Arbeit mit den Interessengruppen, in denen es um Kultur, Region und Sport geht. Erst auf Nachfragen äußerte sie sich zu einer Disharmonie: „Wir wollen keine One-Woman-Show sein.“ Sie verstehe sich eher als „prima inter pares.“ Die langjährige Präsidentin Mania Feilcke, die den Club auch noch nach der Fusion mit seinem Bonner Pendant dominiert hatte, jedenfalls was die Präsentation nach außen anlangte, hat inzwischen ihren eigenen Club gegründet. „Sie wollte Präsidentin sein, und nun hat sie einen Club, wo sie nicht mehr gewählt werden muss“, hieß es seitens des neuen Vorstands noch. Nun blicken die Mitglieder nach vorn. Etwa 90 von ihnen organisieren Gruppentreffen und Ausflüge, bei denen den Diplomatenpartnern auch die anderen Bundesländer nahe gebracht werden sollen. „Besonders freuen wir uns, wenn wir etwas zu sehen bekommen, was die Männer noch nicht kennen“, sagte Vizepräsidentin Barbara Schmidt. Eine frühe Einladung ins Bundeskanzleramt war so ein Ereignis. Männliche Partner sind übrigens noch rar in dem Club mit 350 Mitgliedern. „Die Männer müssen noch viel Selbstbewusstsein sammeln, um sich als Partner zu outen.“ Derzeit sind etwa drei aktiv. Sie erfreuen sich besonderer Beliebtheit in der Fahrradgruppe, weil sie sich gut zum Reparieren eignen. eth

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