Berlin : Nicht ohne Neueinstellung

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Betrifft: Schulen in Berlin

Der Hinweis auf das gestiegene Durchschnittsalter der Lehrer von 49 Lebensjahren, wobei der ideelle Mittelwert unter optimistischen Annahmen im Gymnasium bei 45 Jahren liegt, zieht die Forderung auf Einstellung junger Lehrer nach sich. Die Tabelle Ausstattung im Bundesdurchschnitt führt bei allen, die die Finanzen bereit stellen müssen, zu dem Wunsch, den rechnerischen Lehrerüberhang abzubauen. Die Erfüllung beider Wünsche, schnell und fast gleichzeitig, schließt sich aus.

Es gilt also, Prioritäten zu setzen. Hoffentlich ist eine davon, dass man auch in den kommenden Jahren nicht gänzlich ohne Neueinstellungen auskommen kann. Ich halte es für überlegenswert, dann vorrangig männliche Lehrer mit zweitem Staatsexamen, die 27 Jahre oder jünger sind, einzustellen. Mir ist natürlich bewusst, dass dieser Vorschlag kaum realisiert werden wird, obwohl er das Durchschnittsalter gewaltig senken würde.

Damit sind wir in der gesamten Diskussion bei einem Punkt, der häufig übersehen wird. Die Lehrer können noch so gut sein in ihrem Beruf; wenn die zweite Seite nicht bereit ist, sich bilden zu lassen, werden alle gut gemeinten Vorschläge erfolglos bleiben.

Edgar John, Zehlendorf

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