• Nida-Rümelin: Mehrheit für Schloss und gegen Palast Bundestag debattierte über Rekonstruktion

Berlin : Nida-Rümelin: Mehrheit für Schloss und gegen Palast Bundestag debattierte über Rekonstruktion

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In Berlin gibt es nach den Worten von Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) „eine relative, aber stabile Mehrheit“ für einen Wiederaufbau des historischen Stadtschlosses der Hohenzollern. Der Palast der Republik aus DDR-Zeiten werde dagegen bei der Neugestaltung des Schlossplatzes keinen Bestand mehr haben, sagte Nida-Rümelin am Donnerstagabend bei einer Debatte im Bundestag zu diesem Thema.

Nida-Rümelin sagte weiter: „Die dritte deutsche Republik wird sich weder in der Kontinuität der Hohenzollern-Dynastie restaurativ noch in der Tradition von Honeckers Lampenladen nostalgisch, aber auch nicht angestrengt modernistisch definieren. Die dritte deutsche Republik sucht nicht erst nach ihrer Definition an diesem Ort. Ihre kulturelle Substanz wird an diesem Ort weder geschaffen noch zerstört werden.“ Die nächsten Schritte sollten nach den Empfehlungen der Experten-Kommission „Historische Mitte“, die einen Neubau in den Ausmaßen des Stadtschlosses mit barocker Fassade empfohlen hat, jetzt in enger Abstimmung zwischen dem Bund und Berlin zügig erfolgen. Es dürfe aber auch keine Illusionen über die Finanzierung geben. „Ich will mir darüber ein realistisches Bild machen.“

Der CDU-Abgeordnete Norbert Lammert begrüßte die Empfehlung der Expertenkommission. Es gehe nicht „um die Wiederherstellung von Preußens Glanz und Gloria“, sondern darum, der Stadt in ihrer historischen Mitte das an diesem Ort angemessene Gesicht wiederzugeben. Eine öffentliche Nutzung des Gebäudes sei allerdings eine Voraussetzung dafür, dass das Grundstück zur Verfügung gestellt werde. Der SPD-Abgeordnete Eckhardt Barthel meinte, das Finanzierungskonzept müsse noch überprüft werden. Für den FDP-Abgeordneten Günter Rexrodt geht es um die Neugestaltung eines Platzes, „der in besonderer Weise die Geschichte unseres Landes repräsentiert“. Eine historische Fassade entspreche „den Erwartungen nachfolgender Generationen“. Die PDS-Abgeordnete Petra Pau begrüßte ausdrücklich die geplante öffentliche Nutzung des „wichtigsten Platzes in dieser Republik“. dpa / C.v.L.

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