Berlin : Noch eine Runde

Werner van Bebber

hätte gerne weniger Rituale in der Stadt Berlin ist wunderbar spannungsvoll, doch Großereignisse laufen nach bürokratischem Muster ab, der 1. Mai genauso wie die Love Parade. Der Senat hat versucht, den Pseudounternehmern von der Firma Love Parade die Arbeit abzunehmen, damit das Bummbumm-Ereignis ritualhaft am 10. Juli vollzogen werden kann. Geholfen hat es nicht. Das liegt daran, dass die Firma Love Parade nur funktioniert, wenn alles genauso bleiben kann wie im Vorjahr. Änderungen überfordern die Management-Fähigkeiten der Techno-Unternehmer. Vielleicht ist Techno doch gesundheitsschädlich?

Wie auch immer: Die Bummbumm-Unternehmer sind jetzt raus aus dem Geschäft, denn der Regierende Bürgermeister scheint entschlossen, die Marke Musikparade für Berlin zu bewahren. Im kommenden Jahr wird es wohl wieder eine Love Parade geben, auch wenn sie anders heißt und andere sie organisieren. Gelegentlich wünschte man sich einen Regierenden Musikfreund, der andere Aufgaben so entschlossen anpackte wie die Sanierung der Love Parade.

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