Berlin : Noch viele brauchen Hilfe

Auch nach Weihnachten bittet der Tagesspiegel noch um Spenden für 48 Vereine. Sie betreuen Projekte in Problembezirken – und zum Schutz von Kindern

Annette Kögel

Alle haben sich große Mühe gegeben. Wie der Verein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Die Mitarbeiter haben an ihre Bewerbung gleich Bilder aus dem Ikea-Katalog geheftet: Beistelltisch, Lampe, Teppich. Bescheidene 400 Euro wünscht sich die Lebenshilfe für ihre Wohngemeinschaft in Königs Wusterhausen: „Im Namen der neuen Bewohner danken wir für die Prüfung unseres Antrages und würden uns natürlich über einen positiven Bescheid sehr freuen.“ Das Projekt kann sich freuen – wie 47 andere, die der Tagesspiegel für seine Weihnachtsspendenaktion „Menschen helfen!“ ausgewählt hat.

Seit dem 1. Dezember haben wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, 13 Projekte stellvertretend für alle anderen vorgestellt. Wir haben uns bemüht, möglichst viele Träger aus unterschiedlichen Bezirken zu berücksichtigen. Aus aktuellem Anlass unterstützen wir besonders Vereine und Ehrenamtsinititiativen, die sich dem Kinderschutz widmen.

Wir bitten um Spenden für Initiativen, die sich mit wenig Geld und viel Engagement um Kinder in Problemkiezen kümmern. Wie das Nachbarschaftsprojekt „Frecher Spatz e.V.“, das Kinder mit Migrationshintergrung mit seinem pädagogischen Spielplatzprojekt im Weddinger Sprengelkiez fördert. Oder der Bewohnertreff „Lebendiger Kiez“, der kinderreiche Familien am Kottbusser Tor fördert. „Gesellschaftsspiele, Computer, Bücher, Legosteine, Stühle, Tische“ – das möchte „Kleiner Spatz e.V.“ als freier Träger der Hortbetreuung an der Silberstein-Grundschule anschaffen. Nord-Neukölln – so oft berichten wir über den Problemkiez. Jetzt wollen wir dank Ihrer Hilfe, liebe Leser, selbst tatkräftig präventiv gegen Vernachlässigung und Missbrauch tätig werden.

Wenn man die Bewerbungsberge sichtet, wird einem bewusst, wie viele soziale Notlagen – und wie viele Hilfsangebote von Vereinen es doch gibt. Sie alle aber leiden unter den Haushaltskürzungen. Deswegen wollen wir „ijgd e.V.“ helfen, der behinderte Kinder integriert. Dem Verein „NHW Kinderschutzstellen“, der Kinderhochstühle und Buggys braucht für Kleinkinder, die vor ihren Eltern in Sicherheit gebracht werden müssen. Die Caritas will Kinderfeste für Pflegekinder und ihre Geschwister organisieren. Der Förderverein Kinder- und Jugendhaus Lichtenrade Ost braucht Balken und Hölzer für den Abenteuerspielplatz – ein Angebot für Jugendliche aus der Hochhaussiedlung. Viele Kinder haben wegen familiärer Schwierigkeiten psychische Probleme – die Räume für körpertherapeutische Arbeit mit essgestörten Jugendlichen des Projektes „Bitter & Süß“ müssen dringend renoviert werden. „Wildwasser“ berät sexuell missbrauchte Mädchen – die Mitarbeiterinnen können mit staatlicher Unterstützung allein die technisch dringend benötigten Geräte wie Kopierer nicht anschaffen. Auch in diesem Jahr bitten wir unsere Leser, für den Schullandheimverband zu spenden, damit Kinder aus armen Familien an pädagogisch so wichtigen Klassenfahrten teilnehmen können. Der Verein Kinderschutzengel möchte schwerkranken Kindern den Aufenthalt in der Klinik erleichtern, die „Roten Nasen“ bitten um Spenden für die Ehrenamtlichen, die als Clowns im Krankenhaus Freude bereiten. Der Verein Einhorn braucht tausende Euro für seine Kinderkantine.

„Zukunft Bauen e.V.“ muss die Wohnungen für Frauen und Kinder, die vor gewalttätigen Männern flüchteten, renovieren. „Kiga e.V.“ will Kreuzberger Jugendlichen in den Beruf helfen. Die Berliner Inititive bei häuslicher Gewalt „BiG“ bittet um Zuschüsse für eine neue Telefonanlage, zu Miete und Strom. Der Sozialdienst katholischer Frauen, die Stadtmission, der Verein Obdach, das Foyer an der Gedächtniskirche – sie alle benötigen Spenden für ihre Obdachlosenarbeit. Das Evangelische Johannesstift braucht eine neue Wohnküche für die alten Menschen im Theodor-Fliedner-Haus.

Und wenn Sie, liebe Leser, Geld überweisen, helfen sie ebenso dabei, dass der Verein Tabea eine neue Selbsthilfegruppe für Kinder aufbauen kann. Für Kinder, deren Eltern gestorben sind.

Das Konto: Spendenaktion Der Tagesspiegel e. V., Verwendungszweck: „Menschen helfen!“, Berliner Sparkasse, Kto.- Nr. 25 00 30 942, BLZ 100 500 00. Onlinebanking ist möglich. Notieren Sie Namen und Anschrift für den Spendenbeleg. Internet: www.tagesspiegel.de/spendenaktion.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar