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Nördlich von Cottbus : Regen löscht Großteil des Heidebrands in Brandenburg

Feuerwehrleute bekämpfen in der Lieberoser Heide einen Brand auf einem alten Truppenübungsplatz. Nach starkem Regen gibt es nur noch einzelne Glutnester.

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Dunkle Rauchwolken eines Waldbrandes aus dem Gebiet der Lieberoser Heide.
Dunkle Rauchwolken eines Waldbrandes aus dem Gebiet der Lieberoser Heide.Foto: Patrick Pleul/dpa

Ein Brand von Heideland in Brandenburg hat sich in der Nacht zu Dienstag massiv ausgebreitet, wurde dann aber durch einen 30-minütigen Regenguss inklusive Hagel weitgehend abgelöscht, wie ein Feuerwehrsprecher vor Ort mitteilte.

In der Lieberoser Heide nördlich von Cottbus brannten am Dienstagmorgen rund 200 Hektar. In der Nacht seien rund 60 Feuerwehrleute zur Brandwache eingeteilt gewesen. Über den Tag verteilt waren laut "weit über 70" Einsatzkräfte dort, heißt es bei der Feuerwehr.

Kurz vor Mittag ging dann ein heftiger Schauer über dem Gebiet nieder. Dadurch wurden weite Teile des Brandes gelöscht. Es gibt aber noch einzelne Glutnester, die die Einsatzkräfte nun unter anderem mit Hilfe eines Hubschraubers aufspüren müssen. Über Nacht und bis morgen Vormittag gebe es nun laut dem Feuerwehrsprecher noch eine Brandwache, bis alle Glutnester beseitigt sind.

Das Feuer war am Montag auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen. Die Flammen hatten zunächst vier Hektar Wald und Heide erfasst. Wahrscheinlich wegen des trockenen Wetters, des Winds und dadurch, dass die Feuerwehrleute das alte Militärgelände wegen vermuteter Munition nicht betreten dürfen, hat sich das Feuer in der Nacht ausgebreitet. Vom Boden ist das Gelände nur schwer Zugänglich, da sich die Feuerwehrleute nur auf ein paar entmunitionierten und markierten Wege aufhalten dürfen.

Im Raum Lieberose befand sich einst der größte Übungsplatz für Soldaten in Ostdeutschland. Das jetzt vom Feuer betroffene Gebiet gehört der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Die Heidelandschaft war im 18. Jahrhundert entstanden, als die Wälder vom Menschen abgeholzt wurden. (mit dpa)

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