Berlin : Nooke vor dem Ende seiner Karriere Ex-Bürgerrechtler kann kein Direktmandat holen

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Man weiß nach dieser Wahl nicht, wie es weitergeht für Günter Nooke, den ExDDR-Bürgerrechtler und bisherigen Bundestagsabgeordneten. Dass er nicht wieder in den Bundestag einziehen würde, hatte sich schon vor der Wahl abgezeichnet. Das unerwartet schlechte Abschneiden der Union aber entzieht Spekulationen jeden Nährboden, Nooke könnte unter einer CDU-Regierung parlamentarischer Staatssekretär oder dergleichen werden. Jemand, der ihm sehr nahe steht, sagt: „Er hat keine Absicherung. Und nach diesem Ergebnis hat die Union im Bund keine Posten zu verteilen.“ Auch nicht die Leitung der Birthler-Behörde. Will Nooke was werden in der Landespolitik? „Nein“, sagt er. Wie auch? Die Berliner CDU, sein Kreisverband vor allem, hat ihn fallen lassen.

Günter Nookes Wahlabend war gelaufen, bevor er begonnen hatte. Reichstag, kurz vor 18 Uhr, Nooke hat viel telefoniert. Er kennt längst die ersten Hochrechnungen, die gleich im Fernsehen laufen werden. Er sagt: „Ich bin nicht sehr optimistisch.“ Die Union ist deutlich schwächer als es die Umfrageinstitute vorausgesagt hatten. „Ein bitteres Ergebnis“, sagt Nooke. Für ihn selbst heißt das: In Berlin hat die CDU wenig zu bestellen, und er braucht auf das Direktmandat im Wahlkreis 77, Pankow, nicht mehr zu hoffen. In der ersten Hochrechnung wird der SPD-Kandidat Wolfgang Thierse haushoch führen. Nooke wird bei gut fünfzehn Prozent liegen, unter jenen 17, die er vor drei Jahren hatte.

Günter Nooke gibt ein paar Interviews. Die Moderatoren fragen nach möglichen Koalitionen, nicht nach seiner Zukunft. Zuvor hat er schon gesagt: „Meine politische Karriere ist nicht vorbei.“ mne

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