Berlin : Nookes Computer ohne Geheimnis

Rechner-Diebstahl im Wahlkreisbüro: Daten waren extra gesichert

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Mit ihren „Thesen zur Hauptstadtdebatte“ löste die Gruppe um den CDUBundestagsabgeordneten Günter Nooke kräftigen Wirbel in der Berliner Union aus. Aus der CDU, die selbst an einem neuen Hauptstadt-Programm arbeitet, mussten sich Nooke und seine Mitstreiter vom „Gesprächskreis Hauptstadt-Union“ den Vorwurf des geistigen Diebstahls gefallen lassen.

Jetzt wurde Nooke Opfer eines materiellen Diebstahls: Am Sonntagnachmittag brachen Unbekannte in sein Wahlkreisbüro in der Pankower CDU-Kreisgeschäftsstelle ein. Gegen 16.30 Uhr hörten Bewohner der Stubbenkammerstraße 1 einen lauten Knall im Treppenhaus. Die Täter hatten ein Loch in die Eingangstür der CDU-Niederlassung getreten und ließen einen Computer der Kreisgeschäftsstelle sowie einen weiteren Rechner und einen Flachbildschirm aus dem Büro des CDU-Politikers mitgehen. Gegen 17.50 Uhr entdeckte ein Bewohner die eingeschlagene Tür und alarmierte die Polizei.

Geheime Daten seien auf Nookes PC nicht gespeichert gewesen, versichert Dominik Wehling, Leiter des Wahlkreisbüros. Auf der Festplatte seien lediglich organisatorische Vorgänge, Bürgeranfragen und Korrespondenz zu finden. Der Zugang sei durch ein Passwort geschützt. Der PC enthalte keine Daten über den Gesprächskreis Hauptstadt-Union. Den Verdacht, dass die Täter danach gesucht hätten, hält Wehling für „abwegig“.

Auch die Polizei geht nicht von einem planmäßigen Datenklau aus. „Wir haben keine Anhaltspunkte dafür, dass die Täter gezielt auf Nookes PC aus waren“, sagt Polizeisprecher Norbert Gunkel. wie

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