Berlin : Nordostwind hält Ozon fern

Berlin kann aufatmen: Die Alarmstufe wird nicht erreicht

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Berlin hat Glück: Die Ozonwerte in der Luft bleiben voraussichtlich auch in den nächsten Tagen weit unter den Vorwarnstufen von 180 bzw. 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der höchste OzonWert lag am Dienstag bei 119 Mikrogramm im Wedding. Die hohen Konzentrationen der aggressiven Sauerstoffvariante, die derzeit die Atemwege der Menschen im Südwesten Deutschlands reizt, kommen nicht nach Osten. „Wir haben einen stabilen Nordostwind, der die Ozonfahnen von uns fern hält“, sagt Bernd Lehming von der Umweltverwaltung.

Auch die Berliner „Eigenproduktion“ an Ozon – es entsteht, wenn intensive Sonnenstrahlung auf Stickoxide aus Autoabgasen und Kohlenwasserstoffe aus Industrieschloten trifft – ist geringer als anderswo. Zum einen seien viele Autos mit Katalysator auf den Straßen unterwegs, zum anderen gebe es hier nur vergleichsweise wenig Industrie, sagt Lehming.

Sorge bereitet den Umweltexperten aber der Trend zum Diesel-Motor, denn der stößt mehr Stickoxide aus als ein Benziner mit Katalysator. „Breiten sich die Diesel weiter aus, kehrt auch das Ozonproblem zurück“, sagt Lehming.

Die niedrigste Warnstufe wird bei 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft ausgelöst. Dann werden besonders empfindliche Menschen aufgefordert, in geschlossenen Räumen zu bleiben und sich wenig zu bewegen. Ab 240 Mikrogramm gilt diese Empfehlung für alle. I.B.

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