Berlin : Not personally - aber eine gute Aussicht

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Ein grandioser Ausblick und kurze Reden. Das ist schon mal ein gutes Grundrezept für eine gelungene Party. Vom 25. Stockwerk des Sony-Centers wirkt Berlin wunderschön. Das liegt wohl an der Hochhausperspektive, die den an New York oder Los Angeles erinnernden Abstand zu den Lichtern der Stadt bietet. Jedenfalls verbrachten die Gäste des Empfangs, den die Bundesregierung aus Anlass der Filmfestspiele gab, überdurchschnittlich viel Zeit am Fenster. So mancher gab der Hoffnung Ausdruck, dass Sony diese Etage für weitere Empfänge vermieten möge und nicht in schnöde Büros umwandelt. Aus der Zeitschrift "New Yorker" hatte Staatsminister Michael Naumann die ultimative Antwort auf die dieser Tage allgegenwärtige Frage ("Haben Sie alle Filme gesehen?") mitgebracht: "Yes. But not personally." Als Mitgastgeber zeichnete Uwe Karsten Heye. Party-Organisatorin Birgit Stegmeier erzählte fröhlich, wie sie den Caterer, dessen Künste allgemein gelobt wurden, einst auf Kuba kennen gelernt habe. Die vorab gefürchtete Überfüllung der Aussichtsetage trat übrigens nicht ein, und ein Ex-Bonner Regierungsdirektor, der am Eingang die Honneurs machte, konnte sich auch denken, warum: "Der CDU ist heute nicht nach Feiern zumute."

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