Berlin : Notlandung auf dem Airport Tegel

Bundeswehr-Flugzeug hatte Triebwerksschaden

Auf dem Flughafen Tegel ist gestern Vormittag ein zweimotoriges Aufklärungsflugzeug der Bundesmarine notgelandet. Laut Flugsicherung hatte eines der beiden Triebwerke gebrannt und war noch in der Luft gelöscht worden. Dagegen erklärte die Bundeswehr, es habe sich nur um einen Fehler in der Warnanlage gehandelt.

Die zweimotorige Breguet Atlantic war am Morgen in Nordholz bei Cuxhaven gestartet und hatte sich auf einem Übungsflug über der Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern befunden. Um 9.40 Uhr hatten die Piloten der Bremer Kontrollzentrale rund 70 Kilometer nördlich Berlins einen Triebwerksbrand gemeldet, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung, Gerhard Schanz, auf Anfrage. Die Besatzung beschloss daraufhin, auf dem Flughafen Tegel zu landen, dessen Nordteil der Luftwaffe untersteht.

Der Motor sei um 9.45 Uhr abgestellt, das Feuer durch die bordeigene Löschanlage erstickt worden, erklärte Schanz. Dennoch sei in Absprache mit den Piloten vorsorglich die Flughafenfeuerwehr alarmiert worden und an der nördlichen Landebahn in Stellung gegangen. Nach einer Platzrunde zur Sichtkontrolle landete die Breguet um 9.58 Uhr problemlos mit nur einem laufenden Triebwerk und rollte auf den militärischen Teil des Airports. Der normale Zivilflugverkehr war durch den Zwischenfall nicht beeinträchtigt.

Beim Pressezentrum der Marine hieß es, es habe keinen Triebwerksbrand gegeben, vielmehr sei die Warnanlage im Cockpit fälschlicherweise ausgelöst worden. Die Besatzung habe den Motor vorsorglich abgestellt, die Maschine werde in Tegel überprüft, um die Ursache des Fehlers zu finden. Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine aus den 60er Jahren stammende „Atlantic“. du-

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