Berlin : Nun schreibt er auch

Hartmut Guy erinnert sich

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STADTMENSCHEN

Er hat Anstreicher gelernt, ein Pädagogikstudium geschmissen und dafür Schauspiel abgeschlossen. Er erzählt gern von seiner schönen Kindheit in Adlershof, besteht auf sein glückliches Leben in der DDR und ist stolz auf seine Erfolge als NeuGastronom nach der Wende. In Hartmut Guys zwei Lokalen wurden schon viele Berühmtheiten satt. Manche wurden auch sehr lustig, so König Carl Gustaf von Schweden, als er mit seiner Silvia im „Wein Guy“ in der Luisenstraße dinierte. Weniger lustig war es für den Gastgeber, als Clintons Außenministerin bei ihm speisen wollte. Ein 80-köpfiges Secret-Service-Heer stürmte vor Madeleine Albrights Ankunft das Lokal und mit zwei auf Bomben trainierten Hunden sogar in die Küche. Als Guy dort den Zutritt versperren wollte, wurde ihm ultimativ bedeutet: Hunde rein oder no Albright. Ein Abend, den Hartmut Guy sicher in seiner Autobiografie erwähnen wird. Im April 2004 soll sie auf den Markt kommen – augenblicklich feilt er an der Reinfassung. Nicht indiskret will sich Guy an seine bisher 47 Lebensjahre und die Personen darin erinnern. Warum überhaupt? „Ich habe viel geschafft“, sagt er selbstbewusst. Nicht nur gastronomisch. Beim jüngsten Marathon wurde er 26000. – nach einem Jahr Training. Schnell muss er auch Silvester sein. Da gibt er mit Angelika Mann seinen Gästen ein „Dinner for One“ – zwei Mal: Im „Wein Guy“ und im „Guy“. hema

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