Berlin : Nur ein Lächeln

Steglitzer Juwelier füllt Teller

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STADTMENSCHEN

„Kommen Sie nicht auf die Idee, mir mehr als ein Lächeln zu schenken!“, hatte Bruno E. Bauer auf die Einladung zu seinem 60. Geburtstag geschrieben. Den feierte der Geschäftsführer und gelernte Goldschmied am Mittwochabend dort, wo er mit seiner Schaufensterauslage Begehrlichkeiten weckt – bei Juwelier Kuehnoel. So heißt nach seinem Gründer das Geschäft am Rathaus Steglitz in der Schloßstraße, das Bauer vor 34 Jahren übernahm. Dies bis jetzt so erfolgreich, dass er sich nicht erstmals entschloss, ein Zeichen zu setzen und etwas an die weiterzugeben, denen das Glück nicht so hold ist. Seine über 200 Geburtstagsgäste bei seinem Sechzigsten – darunter auch die Schauspielerin Suzanne von Borsody, die ihren Münchner Lebensgefährten Jens Schniedenharn begleitete, der mit dem Geburtstagskind am Ku’damm das Trauringgeschäft „Marrying“ führt – hatte er um eine Spende gebeten. Die soll der „Berliner Tafel e.V.“ helfen, leere Teller zu füllen. Davon gibt es mehr als genug in der Stadt, wie am Abend die Vereinsvorsitzende Sabine Werth der sichtlich nicht Not leidenden Gästeschar des Juweliers berichtete. 150 Tonnen Lebensmittel verteilt die Berliner Tafel monatlich an soziale Einrichtungen, darunter auch zwölf Grundschulen. Täglich erhalten dadurch 15000 Menschen eine Mahlzeit, davon sind ein Viertel Kinder und Jugendliche. Die können sich über die Geburtstagsausbeute freuen – mit weit über 5000 Euro an Spenden kann man schon ein paar Suppenteller füllen. hema

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