Nur noch Formsache : Pankow legt Streit um Wappen bei

Eine Mauer, ein Wagenrad, zwei Hopfenzapfen: So sieht das neue Bezirkswappen von Pankow aus, das jetzt vom Bezirksamt beschlossen wurde. Damit ist die jahrelange, von öffentlichem Streit überschattete Suche nach einem Hoheitszeichen für den 2001 mit Prenzlauer Berg und Weißensee fusionierten Bezirk beendet.

Lars von Törne
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Dem Wappen des Heraldikers Jörg Mantzsch müssen kommende Woche noch die Bezirksverordnetenversammlung und danach die Senatsinnenverwaltung zustimmen. Im Bezirk erwartet man aber, dass dies nur noch eine Formsache ist.

Dass Pankow lange der einzige Berliner Bezirk ohne Wappen war, lag unter anderem an einem für Außenstehende kuriosen Streit. Im vergangenen Herbst hatte Heraldiker Mantzsch den Auftrag vorübergehend hingeschmissen, weil er fand, dass Bezirkskulturstadtrat Michael Nelken seinen Entwurf unzulässig kritisiert hatte und darauf Einfluss nehmen wollte. Das jetzt fertiggestellte Wappen greift Motive auf, auf die sich eine von Nelken geleitete Kommission geeinigt hat: Das Tor erinnert an den Eingang zum Bürgerpark Pankow, das Rad findet sich schon auf dem alten Wappen von Weißensee, der Hopfen steht für die Brautradition von Prenzlauer Berg.

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