Berlin : Nur Wolfgang Schäuble blieb das Lachen meist im Halse stecken

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Didi ist nun am Theo und noch nicht im Seniorenstift, und das wurde gefeiert. Denn Dieter Hallervorden hat nicht auf Steuerberater und Freunde gehört, die ihm rieten, sich auf seinem Ersparten auszuruhen. Nein, er baute sich ein neues Theater am Theodor-Heuss-Platz, und dort soll "nun mein Geld begraben werden", meinte der Komiker. Doch diese düstere Prognose setzt wohl den Misserfolg voraus, danach sah es am Mittwochabend aber nicht aus. Die 500 im Saal juchzten vor Lachen, nur Wolfgang Schäuble blieb das Lachen meist im Halse stecken. Auch Klaus-Rüdiger Landowsky, Kultursenatorin Christa Thoben und Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm sahen bei manchen Witzen nicht ganz heiter drein. Denn besonders vor der Pause schossen Hallervorden und seine 14 Kompagnons auf der Bühne fast ausschließlich auf Geldkoffer, verschwundene Millionen und Ehrenwörter von Ehrenvorsitzenden. Und nicht alle Christdemokraten trauten sich, Angela Merkel zum Beispiel habe mit dieser Begründung abgesagt: "Wenn ich die CDU-Vertretung nur für eine Stunde verlasse, sitzt sofort der Volker Rühe drin." Sagte Hallervorden. Den beiden anderen bekannten Wolfgangs, dem Thierse und dem Gerhardt, fiel das Lachen über die Kohlwitze natürlich leichter. Unter anderem Gabi Decker, Martin Buchholz, Bruno Jonas, Ottfried Fischer, Arnulf Rating, Thomas Freitag und Polizeiruf-Kommissar Uwe Steimle standen bei der Eröffnungs-Gala auf der neuen Bühne, um den Wühlmäusen im 40. Jahr neuen Schwung zu geben. Der beste Nicht-CDU-Witz war übrigens der über den Karneval: "Da sieht man mal, was Alkohol aus einem Katholiken machen kann." Da lachte auch Wolfgang Schäuble, der auch auf Nachfrage nicht verriet, ob er sich wirklich amüsiert hatte. Die ARD sendet am kommenden Sonnabend um 22.40 Uhr eine Aufzeichnung dieser Gala.

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