Berlin : Obduktion der 66-Jährigen: Ingrid K. ist nicht verdurstet

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Die Obduktion lieferte als Ergebnis: Die 66jährige Ingrid K. ist nicht verhungert oder verdurstet. Wie die Justiz gestern mitteilte, konnte die bisherigen Untersuchung aber nicht klären, woran die Frau gestorben ist. Dazu seien jetzt möglicherweise Wochen dauernde Laboruntersuchungen notwendig, sagte Sprecher Frank Thiel. Wie es hieß, bedeute dieses Ergebnis eine gewisse Entlastung für den Arzt des Krankenhauses, gegen den wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wird.

Die schwer kranke 66-Jährige war, wie berichtet, aus dem Jüdischen Krankenhaus entlassen worden, ohne dass ihre Angehörigen oder der betreuende Pflegedienst informiert worden waren. Ihre Tochter fand Ingrid K. am 14. Juli tot in ihrer Wohnung im Rollstuhl. Die Mitarbeiterin des Pflegedienstes erklärt: „Für jeden Patienten gibt es ein Stammdaten-Blatt und einen Überleitungsbogen, den das Krankenhaus erhält. Hieraus konnte man entnehmen, dass die Patientin einen Notrufpieper besitzt.“ Im Notfall kann dort ein Knopf gedrückt werden. Dieser Notruf erreicht dann den zuständigen Pflegedienst. Doch der Chef des privaten Krankentransportunternehmens Hinz, Frank Nowack, entgegnet: „Die Datenbögen sind in geschlossenen Umschlägen und werden von unseren Mitarbeitern nicht geöffnet.“ Die Transporteure hätten nicht gewusst, dass die Patientin einen Notrufpieper besitzt. Weder hätte sie es ihnen gesagt noch hätten sie das Gerät in der Wohnung liegen sehen. Die Mitarbeiter seien erfahrene Kräfte, die seit sieben Jahren in dem Job arbeiteten. tabu/Ha

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