Berlin : Oben ohne baden

Am Wochenende beginnt die Sommersaison. Heute öffnen Prinzenbad, Insulaner und Wilmersdorf

Matthias Oloew

Der Winter war lang und hart, und da auch der Frost in diesem Jahr streng war, können die Bäderbetriebe nicht wie geplant in die Sommersaison starten. Deshalb werden am heutigen Sonnabend nur die Sommerbäder Kreuzberg (Prinzenbad) und Insulaner komplett öffnen, das Sommerbad Wilmersdorf öffnet auch, allerdings bleibt das Nichtschwimmerbecken vorerst noch gesperrt. Am Sonntag öffnet das Sommerbad im Kombibad Spandau-Süd und am 1. Mai auch das Sommerbad Pankow. Am Wannsee kann bereits seit einer Woche gebadet werden.

„Vor vier Wochen hatten wir noch zentimeterdick gefrorenes Wasser in den Becken“, sagt Bäderchef Klaus Lipinsky beim Blick auf die Becken des Prinzenbads, „das ist schon eine Leistung, das die Saison trotzdem in drei Bädern losgeht.“ Allerdings konnten die Bäderbetriebe nicht überall die Frostschäden schnell genug beseitigen.

Vor allem den gefliesten Becken hat die Witterung zugesetzt, tausende Fliesen sind abgesprungen, müssen ersetzt werden. Gut ein Drittel mehr werden die Bäderbetriebe in diesem Jahr ausgeben müssen, um die Sommerbäder fit zu machen. Lipinsky schätzt die Kosten auf bis zu einer Million Euro. Um die Kosten besser kontrollieren zu können, hat Lipinsky eine Haushaltssperre verhängt – derzeit gehen alle Ausgaben über den Schreibtisch des Vorstands.

Die Öffnungstermine der anderen: Im Sommerbad des Kombibads Seestraße startet die Saison am 5. Mai, im Kombibad Mariendorf (Ankogelweg) am 6. Mai und in den Sommerbädern Humboldthain, Neukölln, Gropiusstadt, Lichterfelde und den Kinderbädern Platsch (Marzahn) und Monbijou (Mitte) am 13. Mai. Das Sommerbad Staaken-West, die Freibäder Jungfernheide, Plötzensee, Weißensee, Wendenschloss, Grünau, Orankesee, Friedrichshagen, Lübars und Tegeler See sind an private Betreiber vergeben. Auch das Freibad Müggelsee soll in diesem Jahr erstmals verpachtet werden – allerdings haben die Bäderbetriebe noch keinen Vertrag abschließen können, der Saisonstart ist daher noch völlig offen.

Ein Sonderfall ist in diesem Jahr das Sommerbad Olympiastadion. Wegen der Fußball-WM öffnet das Bad erst am 15. Juli. Sicherheitsauflagen der Fifa wollen es so, sagt Lipinsky: „Bei Bundesliga-Spielen machen wir das Bad auch immer dicht.“ Das kam bislang allerdings so gut wie nie vor.

Mit dem Saisonbeginn ändern sich die Öffnungszeiten in den Hallenbädern. Die genauen Öffnungszeiten finden Kunden in einer Broschüre, die in der kommenden Woche in allen Bädern ausliegen soll, außerdem stehen sie im Internet unter www.berlinerbaederbetriebe.de oder sind telefonisch abrufbar unter der Tel. (01803) 102020.

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