Berlin : Oberschöneweide ist ab Oktober Studentenviertel

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Wo früher die Maschinen der Kabelwerke Oberspree lärmten, studieren demnächst angehende Restaurateure und Modedesigner: In Oberschöneweide ist nach einem Jahr Bauzeit die erste der riesigen alten Industriehallen saniert und der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) übergeben worden. Anfang Oktober, pünktlich zum Semesterbeginn, ziehen 1000 Studenten und 50 Professoren von Berlins größter Fachhochschule auf ihren neuen Campus. Das sei ein „historischer Schritt“, sagte gestern Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD).

Jahrelang gab es nur Hiobsbotschaften aus dem ehemals größten Industriekomplex Berlins. Fast alle großen Firmen sind abgewandert, zuletzt der koreanische Elektrokonzern Samsung. Die Studenten und Wissenschaftler sollen das Gelände jetzt neu beleben. Eine Cafeteria hat bereits aufgemacht. In der frisch sanierten Industriehalle, die um 1900 von der AEG gebaut wurde, können die Studenten künftig in modernen Laboren und Seminarräumen arbeiten. In der benachbarten großen Spreehalle sollen eine Mensa und eine Bibliothek entstehen. Ab 2009 sollen 250 Hochschulmitarbeiter insgesamt 5000 Studenten in Oberschöneweide unterrichten, darunter alle Nachwuchsingenieure der FHTW. 108 Millionen Euro kostet die Sanierung. Die Hochschule werde dann auch neue Unternehmen anziehen, hofft der Senat. tiw

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