Berlin : Oberschöneweide

Am Rand der Stadt aber trotzdem belebt - so beschreibt David Nortwich Oberschöneweide.
Am Rand der Stadt aber trotzdem belebt - so beschreibt David Nortwich Oberschöneweide.Foto: Julia Nikschick

Flughafennähe ohne Fluglärm

Das kosten Wohnungen:

Kaltmieten bei einfacher Ausstattung liegen bei 4,84 Euro pro Quadratmeter. Eigentumswohnungen kosten zwischen 1100 und 1800 Euro pro Quadratmeter.

Als „Oberschweineöde“ wurde dieser Ortsteil lange verspottet, das aber gerät langsam in Vergessenheit – denn in der Gegend zwischen Spree und Wuhlheide tut sich eine Menge. Die denkmalgeschützten AEG-Hallen werden kulturell zwischengenutzt, in das ehemalige Kabelwerk sind die Institute der Hochschule für Technik und Wirtschaft eingezogen. Oberschöneweide gehört zum „Entwicklungsraum Südost“, der besonders vom Flughafen BER profitieren soll. Die Akteure stehen schon bereit. Einen „regelrechten Boom“ bei der Wohnungsnachfrage erwartet Christian Gérôme von der Allgemeinen Immobilien-Börse. Schon jetzt ist der Leerstand der 3300 Wohnungen der Degewo im Quartier von 5,5 Prozent in 2008 auf ein Prozent geschrumpft. Gegenwärtig sind 24 Wohnungen im Angebot, für rund sechs Euro nettokalt pro Quadratmeter (sanierter Altbau). Besonders jüngere Singles und Paare ziehen ins Quartier.

Seit sieben Jahren lebt Nortwich zusammen mit seiner Frau und zwei Hunden in der Wilhelminenhofstraße in Oberschöneweide, drei Zimmer Altbau, Dielen und Balkon. 85 Quadratmeter für etwa 630 Euro Warmmiete. Schöneweide sei zwar am Rand der Stadt, aber trotzdem belebt, sagt er, erst recht, seitdem die Hochschule immer mehr junge Menschen ins Viertel locke. Wichtig für den 27-Jährigen sind die kurzen Wege in die Wuhlheide und in die Alte Försterei, das Stadion von Union Berlin. Nortwich war Leistungssportler – einst im Probetraining bei Hertha – bis zu dem Tag, an dem vorderes und hinteres Kreuzband gleichzeitig rissen und es vorbei war mit den Fußballambitionen. Was bleibt, ist die Joggingstrecke in der Wuhlheide. loy/tri

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