Oberschulen : Gegen die Reform gab es wenige Klagen

VERFAHREN

Im Jahr 2010 reformierte der damalige Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) das Auswahlverfahren bei übernachgefragten Sekundarschulen und Gymnasien. Bis dahin war entscheidend, welche Schüler die kürzeste BVG-Verbindung hatten. Seit 2010 können die Schulen 60 Prozent ihrer Siebtklässler nach eigenen Leistungskriterien aufnehmen. 30 Prozent der Plätze werden verlost. Der Rest bleibt für Härtefälle. Wenn es keine Härtefälle gibt, kann die Schule mehr Schüler selbst auswählen.

ERGEBNIS

Entgegen allen Unkenrufen wegen des Losverfahrens ließ sich das Ergebnis sehen: Rund 95 Prozent der Schüler landeten an einer ihrer drei Wunschschulen, es gab wenige Klagen. Als Nachteil gilt, dass Geschwister und Wohnortnähe keine Rolle spielen und dass der Platz für die vielen Rückläufer fehlt. Das wollte die rot-schwarze Koalition ändern. (sve)

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