Berlin : Öffentlicher Nahverkehr: Neue Chance für die Duo-S-Bahn

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Die Verkehrsprobleme der Stadt sollen in Zukunft nicht durch teure Investitionen für neue Straßen und Schienen gelöst werden, sondern durch ein optimales Vernetzen der vorhandenen Systeme. Dieses Ziel stellt sich Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) mit dem Stadtentwicklungsplan Verkehr (StEP), der bis Ende 2001 vorliegen soll. Ungebremste Investitionen verbieten sich nach Ansicht Strieders auch, weil zunehmend Geld in die Unterhaltung des Bestandes fließen müsse. Zudem hätten massive Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr Autofahrer nicht zum Umsteigen bewegt.

Während der Plan als Leitfaden für die Verkehrsplaner bis zum Jahr 2020 reichen soll, will Strieder noch in dieser Legislaturperiode Bahnen und Busse attraktiver machen. Dabei spielen auf der Schiene auch so genannte Duofahrzeuge wieder eine Rolle, die als S-Bahn und herkömmliche Eisenbahn mit Strom aus der Oberleitung oder einem Dieselmotor fahren können. Eine Einsatzstrecke könnte der östliche Außenring zwischen Karow und Schönefeld sein. Der geplante Ausbau als S-Bahn wird nämlich noch Jahre auf sich warten lassen.

Erhöht werden soll auch die Verkehrssicherheit, vor allem durch mehr Kontrollen der Geschwindigkeit. Für den Lastwagenverkehr ist ein Routenkonzept vorgesehen, wobei es aber meist weiter Lärmprobleme geben wird. Auch der Wirtschaftsverkehr soll durch Ladezonen oder Kombi-Spuren mit "Zeitfenstern" für Lastwagen beschleunigt werden. Schikanen seien in diesem Konzept nicht vorgesehen, sagte Strieder. Allerdings könnten die Parkplatz-Gebühren steigen.

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