Öffentlicher Verkehr : Berliner bauen die Schienen zum BBI

Der Großauftrag der Deutschen Bahn zur Schienenanbindung des Flughafens BBI geht an zwei Berliner Unternehmen. Bei der Vernetzung des Nah-und Fernverkehrs sollen 33 Kilometer Schienen und 87.000 Kubikmeter Stahlbeton verbaut werden - auch unter Wasser.

Berlin/Schönefeld Zusätzlich erhielt auch eine Firma aus Zöschen in Sachsen-Anhalt den Zuschlag, wie ein Sprecher mitteilte. Sie werden den neuen Berlin-Brandenburg-International Airport so vernetzen, dass die westliche Schienenanbindung von Mahlow und Schönefeld an den künftigen Flughafen-Terminal reicht.

Im Zuge der Aufträge werden 2,4 Kilometer "Trogbauwerke", sowie drei Eisenbahn- und vier Straßenbrücken errichtet. Sogenannte Trogbauwerke sollen die Unterspülung oder gar Überschwemmung der Gleise durch Grundwasser verhindern. Dazu werden die Schienen in wasserdichten Betonwannen verlegt. Etwa 330.000 Kubikmeter Erdstoffe werden bewegt und rund 87.000 Kubikmeter Stahlbeton verbaut. Ein Teil der Arbeiten ist besonders schwierig: In bis zu elf Meter tiefen Baugruben werden Taucher bei der Herstellung einer Unterwasser-Betonsohle helfen.

Auch Regional-und Fernzüge sollen eine Anbindung bekommen

Zudem werden für die S-Bahn sowie für die Regional- und Fernzüge rund 33 Kilometer Gleise und 23 Weichen verlegt. Als Gleisbett werden rund 95.000 Kubikmeter Boden und 160.000 Kubikmeter Schotter verbaut. Außerdem werden für die Verlängerung der S-Bahn zum BBI-Terminal die Gleisanlagen des Bahnhofs Berlin-Schönefeld umgestaltet. Ferner werden im neuen BBI-Bahnhof die Bahnsteig-Rohbauten errichtet.

Die Schienenanbindung und der Flughafenbahnhof werden den Angaben zufolge zentrale Bestandteile des neuen Hauptstadt-Airports. Für den Regional- und Fernverkehr entstehen zwischen dem Berliner Außenring bei Mahlow und der Görlitzer Bahn bei Bohnsdorf 15 Kilometer neue Strecke. Zudem wird die S-Bahn vom Bahnhof Schönefeld auf einer acht Kilometer langen Strecke zum BBI geführt. Das Projekt hat einen Gesamtumfang von 636 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund 576 Millionen Euro. Die Länder Berlin und Brandenburg zahlen je 30 Millionen Euro. (mit ddp)

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