Berlin : Offene Denkmale so voll wie nie Rund 65 000 Besucher

besichtigten fast 300 Orte

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Zum Tag des offenen Denkmals haben die Berliner auch am Sonntag zahlreiche Bau und Gartendenkmale besichtigt, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Nach Angaben der Bauverwaltung wurden am Sonnabend und Sonntag zusammen rund 65 000 Besucher gezählt – so viele wie noch nie. Erstmals hatten sich fast 300 Veranstalter und Eigentümer beteiligt, um Berlinern und Touristen ihr Denkmal unter dem diesjährigen Motto „Denkmal und Wasser“ vorzustellen.

Die hohe Anzahl der Veranstalter spreche für ein „überwältigendes bürgerschaftliches Engagement“, sagte Landeskonservator Jörg Haspel. Angeboten wurden Spaziergänge zu Baudenkmalen an Spree und Landwehrkanal, Besichtigungen von Wassertürmen und Wasserwerken sowie Führungen durch Stadtbäder. Im Mittelpunkt des Interesses standen vor allem historische Bäder. „Besuchermagnet war am Sonnabend das Stadtbad Steglitz“, sagte Christine Wolf vom Landesdenkmalamt. Das stillgelegte Stadtbad aus der Kaiserzeit in der Bergstraße ist inzwischen in Privatbesitz. Es soll zu seinem 100. Geburtstag 2008 wiedereröffnen.

Erstmals seit sechzig Jahren war am Sonntag ein Brückenturm der Oberbaumbrücke zwischen Kreuzberg und Friedrichshain für Besucher wieder geöffnet. Weitere Anziehungspunkte waren das frisch renovierte Haus des Lehrers am Alexanderplatz oder die ehemalige Berliner Handelsbank am Gendarmenmarkt.

Viele Besucher nahmen an einem dreistündigen Spaziergang „Über sieben Brücken“ der insgesamt 1662 Berliner Brücken von der Jannowitz- bis zur Weidendammer Brücke teil. Zu den Programmangeboten gehören auch Sonderführungen im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen unter dem Motto „Die Unterwelt der Stasi“ mit den ausgedehnten Kelleranlagen der Haftanstalt.

Den bundesweiten Tag des offenen Denkmals gibt es seit 1994. Er wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert. dpa/ddp

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