Berlin : Offener Himmel am Tag der offenen Tür

Schönefeld lockte Zehntausende mit zahlreichen Attraktionen

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Für Martin Weinbrenner geht – mal wieder – ein Traum in Erfüllung. Pilot wollte er werden, doch die Ohren machten nicht mit. Die Leidenschaft fürs Fliegen hat er aber nicht aufgegeben. Der 67Jährige liest, sammelt und fotografiert fast alles, was mit der Luftfahrt zusammenhängt. Und damit war es auch klar, dass er zu den ersten Besuchern gestern beim Tag der offenen Tür in Schönefeld zählte. Weinbrenner war nicht allein. Tausende strömten bereits gegen Mittag über das 100 000 Quadratmeter große Ausstellungsgelände. Große und Kleine, Alte und Junge. Alle waren da, und allen wurde auch etwas geboten.

Weinbrenner stellte sich geduldig in die Schlange vor dem „Airbus A 320“, um einen Blick ins Cockpit zu werfen. Klar, er kennt es. „Doch die Gelegenheit dazu lasse ich mir nie entgehen“, sagte der verhinderte Pilot. Warten hieß es auch bei anderen Maschinen, die man besichtigen konnte, wie die „Transall“ der Bundeswehr. Zumindest fachkundige Gespräche über das Absperrgitter hinweg konnte man auch zur „MiG 29“ führen, die zum letzten Mal in Berlin gezeigt wird. Die Herzen der Fans höher schlagen ließ aber auch die Feuerwehr. Auch mancher Vater, der den Sprössling (als Alibi?) auf dem Schoß hatte, lächelte stolz, als er hinter dem Steuer des Flughafenlöschfahrzeugs „Panther“ saß. Am Himmel drehten derweil die Kunstflieger ihre Runden. Nicht alle schauten ihnen zu. Viele Besucher starrten lieber auf ihr Bier.

Wiederum andere waren gekommen, um die Puhdys zu hören, die ihre neueste CD vorstellten und Autogramme gaben. Auch heute werden zumindest bei den Mädchen die Flugzeuge am Boden oder Himmel keine Chance haben, beachtet zu werden. Um 13.30 Uhr treten die No Angels auf. Und das alles bei freiem Eintritt – heute wieder von 10 bis 18 Uhr. Auch Weinbrenner will wiederkommen. „Alles kann man an einem Tag doch gar nicht sehen“, sagte er kt

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