Offener Protestbrief an Senator : Gefangene drohen mit Aufstand

Doppelt belegte Zellen und keine Sozialarbeiter in Sicht: Berliner Gefangene protestieren gegen die Haftbedingungen und kündigen spektakuläre Aktionen an.

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Berliner Gefangene protestieren gegen ihre Haftbedingungen.
Berliner Gefangene protestieren gegen ihre Haftbedingungen.Foto: dpa

Berliner Gefangene drohen mit Hungerstreik und Aufstand: In einem Offenen Brief an Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) haben die Insassenvertretung der Justizvollzugsanstalt Tegel und die Redaktionsgemeinschaft der Tegeler Gefangenenzeitung „Lichtblick“ die derzeitigen Haftbedingungen massiv gerügt und spektakuläre Aktionen angekündigt. Sie beklagen sich unter anderem über doppelt belegte Zellen und den Mangel an Sozialarbeitern. Im Sozialdienst sei eine Person für bis zu 60 Gefangene zuständig. Außerdem sollten Bürger, die eine Geldstrafe ersatzweise absitzen, nicht im geschlossenen Vollzug untergebracht werden. Die Justizverwaltung will die Vorwürfe „objektiv prüfen.“ Die Doppelbelegung von Zellen habe man schon rückgängig gemacht. Der Sozialdienst sei aber im Bundesvergleich personell „gut ausgestattet.“

Menschenunwürdige Zustände in Berliner Gefängnissen
Die "Anti-Folter-Stelle" beklagt in ihrem Jahresbericht große Missstände in deutschen Gefängnissen. Auch in Berlin seien die Zellen teilweise in menschenunwürdigem Zustand.
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1 von 6Foto: Kai-Uwe Heinrich
03.04.2012 15:54Die "Anti-Folter-Stelle" beklagt in ihrem Jahresbericht große Missstände in deutschen Gefängnissen. Auch in Berlin seien die...

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