Berlin : Offensive für Ausbildung in Spandau

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„Wir wollen ein Beispiel für Berlin geben“, sagt Spandaus Bildungsstadtrat Gerhard Hanke (CDU). An zunächst sechs Oberschulen des Bezirks startet am 1. November das Projekt „Vorfahrt für Spandauer Schüler“. Dabei werden Jungen und Mädchen ab Mitte der neunten Klassenstufe ein Jahr lang auf dem Weg ins Berufsleben unterstützt. Gleichzeitig sollen Spandauer Firmen gezielt angesprochen werden, verstärkt Schülern aus dem eigenen Bezirk einen Ausbildungsplatz zu bieten. „Mit fast 1700 Mitgliedsfirmen der Industrie und Handels- sowie der Handwerkskammer hat Spandau als großer Industriebezirk beste Voraussetzungen, die Jugendlichen in eine betriebliche Ausbildung zu integrieren“, so Hanke. Die Bereitschaft der Spandauer Firmen, im Bezirk auszubilden, sei groß.

In der ersten Phase des Projektes sollen 400 Jungen und Mädchen aus je zwei Haupt-, Real- und Gesamtschulen durch den Trägerverein Casa vorbereitet werden. Zu der Qualifizierung gehört die Erstellung von individuellen Schülerprofilen. Anhand von Berufswünschen, Zeugnisnoten sowie besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten wird ermittelt, ob der Betreffende den Anforderungen für eine bestimmte Ausbildung genügt oder ob und wo noch Defizite bestehen.

Vorgesehen ist, in Zusammenarbeit mit den Betrieben in der Freizeit zusätzlichen fachspezifischen Unterricht anzubieten. Ausbildungsprofile bieten den Jugendlichen die Chance, sich detailliert über den Wunschbetrieb zu informieren. Die Schüler können mehrfach Firmen besichtigen, in den Ferien sollen Praktika angeboten werden. In kleinen Gruppen werden dann Tests und Vorstellungsgespräche geprobt. „Jeder Schüler erhält so die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln bevor es ernst wird und gewinnt so an Sicherheit“, betont Hanke. Im kommenden Jahr soll das Projekt auf weitere Schulen ausgedehnt werden du-

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