Berlin : Ohne uns wäre bei Hertha gar nichts los

Ein Bundesligaspieltag wie an diesem Samstag bedeutet nicht nur für die Fußballprofis und den Trainerstab von Hertha BSC harte Arbeit. Bis zu 1500 Menschen - vom Brezelbäcker über den Ticketverkäufer bis hin zum Ordner - kümmern sich bei jedem Heimspiel um das Großunternehmen Fußball.

Andreas Kaiser

und Kai-Uwe Heinrich (Fotos)

Ein Fußballspiel ist mehr als ein Wettkampf. Durchschnittlich 40 000 Zuschauer pro Bundesligapartie bedeuten für die Geschäftsstelle von Herthas BSC, Polizei, BVG sowie das Personal von 15 beauftragten Dienstleistungsfirmen harte Arbeit. Ein Heimspiel ist ein logistischer Parforceritt – ähnlich wie eine Messe oder ein Open-Air-Konzert. Bis zu 1300 Arbeitskarten gibt das Unternehmen Hertha pro Heimspiel aus.

Für den reibungslosen Ablauf eines Stadionbesuchs sorgen etliche kurzfristig Beschäftigte. Viele von ihnen sind Studenten oder Arbeitslose, die sich mit Jobs ihr schmales Salär aufbessern. Allein 40 Kassierinnen und Kassierer verkaufen am Stadioneingang Tickets. Rund 300 Ordner kontrollieren die Zuschauer. Bis zu 400 Mitarbeiter - vom Brezelverkäufer über die Vip-Hostess bis zum Zapfer - versorgen Ehrengäste und zahlende Zuschauer mit Speisen und Getränken. Für die anschließende Notdurft sind rund 25 Toilettenfrauen der Firma Sanserv zuständig. Professionelle Entertainer unterhalten die Fans. Am Schluss räumen rund 40 Reinigungskräfte der Firma Alba das Olympiastadion wieder auf.

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